Ex-Hannover-96-Profi zehn Jahre im Wachkoma: „Viele sind überrascht, wenn sie ihm begegnen“


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Ein Autounfall änderte das Leben von Ex-Fußballprofi Hakan Bicici schlagartig: zehn Jahren liegt er im Wachkoma – doch Fußball ist ihm immer noch wichtig.Hakan Bicici war in seiner Zeit als Profifußballer bei Hannover 96 ein Star der großen türkischen Community in der Region. Und das, obwohl er nie Pokale sammelte, Meisterschaften holte oder für die Nationalmannschaft antrat. Doch Bicici war der erste aus der Generation der sogenannten Gastarbeiterkinder, der einen Profivertrag erhielt. Für viele Menschen war er ein Vorbild.Doch in wenigen Tagen jährt sich ein trauriges Jubiläum: Am 26. November 2012, acht Jahre nach dem Ende seiner Karriere, änderte sich das Leben von Bicici schlagartig: Der damals 42-Jährige verunglückte in der Nähe der südtürkischen Stadt Adana mit seinem Auto. Bicici zog sich schwere Kopfverletzungen, innere Blutungen sowie Bein- und Rippenbrüche zu. Ärzte kämpften um sein Leben.Seit mittlerweile zehn Jahren ist der frühere „Dribbelkönig“ und Mittelfeldstratege von Hannover 96 im Wachkoma, sitzt im Rollstuhl.In den 90er Jahren spielte Bicici mit Unterbrechungen insgesamt über vier Jahre für Hannover 96. Auch bei TuS Celle und Eintracht Braunschweig stand er unter Vertrag.Wie geht es Hakan Bicici heute? Seine Tante Hülya Häseler sagt t-online: „In vielen Dingen ist seine Situation noch unverändert: Hakan kann weder sprechen, laufen noch selbstständig essen.“ Der heute 52-Jährigen wird über eine Magensonde ernährt. Doch: „Viele sind sehr überrascht, wenn sie ihm begegnen“, sagt sie. Die meisten Menschen würden sich bei Wachkomapatienten dauerhaft bettlägrige Menschen vorstellen, die nur vor sich hinstarren, erzählt die Stadtangestellte. Die wären oft sehr überrascht, wie Bicici auf seine Umgebung reagiert.So oft es geht zum FußballDass Hakan Bicici seine Umwelt trotz seines Zustandes noch immer wahrnimmt, merke man besonders beim Fußball. Mutter Fatma Bicici und die Tanten Hatice Moormann und Hülya Häseler bringen ihn häufig zu Amateurplätzen. Gelegentlich machen sie einen Abstecher zum Amateurclub SC Elite Hannover, wo Bicici herzlich empfangen wird und noch immer viele Menschen um sich hat, die ihn lange kennen.Der rustikale Sportclub mit Biergarten liegt direkt zwischen dem modernen Vereinszentrum von Hannover 96 und Bicicis einstiger Spielstätte, dem Niedersachsenstadion, der heutigen Heinz-von-Heiden-Arena.In den 90ern hätten sich hier 96-Spieler zu so manchen Kneipenabenden getroffen, erzählt man sich in Hannover. Heute ist der Verein vor allem als Anlaufstelle für Fans des Zweitligisten vor Heimspielen und als Austragungsort der Spiele des SC bekannt. „Man merkt Hakan an, dass er sich freut, wenn er die Fußballspiele sieht“, sagt Häseler. „Dann reißt er seine Augen weit auf. Viele glauben, er wäre schockiert. Doch eigentlich versucht er nur, so viel wie möglich wahrzunehmen“, erzählt sie.Kaum Therapiemöglichkeiten in der HeimatstadtBicicis Mutter und die Tanten kümmern sich zusammen mit einem Pflegedienst um den einstigen Profi. „Wir versuchen ihn, so oft es geht, zu beschäftigen. Auch körperlich zu trainieren“, sagt sie. „Man hat das Gefühl, dass man einen, der seitdem er drei Jahre alt ist, Sport treibt, irgendwie weiter körperlich trainieren muss.“Doch seine Interessen würden nicht bloß dem Fußball gelten: „Auch das Theater oder Konzerte gefallen ihm“, erzählt sie. „Und wenn er eine Situation nicht mag, schließt er einfach seine Augen“, fügt sie lachend hinzu.Doch Veranstaltungen und auch Therapietermine zu besuchen, sei aufwändig: Für den Transport müssen ihn mindestens zwei Personen begleiten. Jeder Termin bedarf also Planung. „Leider stehen in Hannover auch keine geeigneten Spezialgeräte zur Verfügung, obwohl wir mit der Medizinischen Hochschule eine herausragende Klinik in Hannover haben“, sagt Häseler. Stattdessen muss Bicici regelmäßig zu einer Gangtrainingsmaschine, dem Lokomat-Training, nach Braunschweig gefahren werden. Damit sollen seine Beine durch Anreize auf einem Laufband beschäftigt werden.Als Spielmacher im Pokal der PokalsiegerAuch das war früher anders: Zwischen 1989 und 1993 war Bicici Spielmacher bei Hannover 96, machte dort 82 Partien. In seiner gesamten Spielerlaufbahn schoss er 61 Tore, spielte im Pokal der Pokalsieger gegen Werder Bremen. An der Seite von Gerald Asamoah, Otto Addo, Dieter Hecking und der Vereinslegende Vladan Milovanovic gelang ihm 1998 gegen Tennis Borussia Berlin der Aufstieg in die zweite Bundesliga.Nach seinem Karriereende versuchte Bicici sich zunächst als Trainer unterschiedlicher Amateurclubs, ehe er mit seinem ehemaligen Mannschaftskollegen Claus Grzeskowiak eine Spielerberater-Agentur aufbauen wollte – dann kam der Unfall.“Manche Freunde kommen einfach nicht mehr“Zehn Jahre später ist es ruhig geworden um Hakan Bicici. „Es kommen weniger Mannschaftskameraden als früher“, erzählt seine Tante. Zum fünften Jahrestag des Unfalls gab es noch einen „Get Better Kick“ – ein Spendenturnier mit 30 Mannschaften, das viel Geld für die Therapie brachte. Heute besuchten ihn vor allem noch die Ex-Kollegen Martin Groth und Frank Obermeyer. „Manche Freunde kommen einfach nicht mehr“, sagt Häseler.“Ich kann das aber auch verstehen“, sagt Häseler. „Er reagiert ja nicht direkt auf Worte. Er antwortet nicht. Es gibt keine Gespräche.“ Trotzdem fände sie es schön, wenn sich wieder häufiger Menschen aus seiner Vergangenheit Zeit für ihren Neffen nehmen könnten.Aktuell versucht seine Familie, einen Stehrollstuhl für Bicici zu finanzieren. Der koste allerdings 20.000 Euro und die Krankenkasse würde die Finanzierung nicht tragen, erzählt Häseler. „Den braucht er aber. Viele begegnen ihm dadurch, dass sie natürlich stehen, automatisch ‚von oben herab‘. Immer muss er in seinem Rollstuhl sitzen, vor allem wenn wir ihn auf Feiern oder zu Veranstaltungen mitnehmen.“ Kämen gleich mehrere Menschen, wäre er schnell von ihnen umzingelt. Das würde er als unangenehm empfinden.Wie es für Bicici weitergeht? Ungewiss. „Je länger das dauert, desto schlechter sind die Aussichten für meinen Neffen“, weiß Häseler. „Aber es gibt manchmal auf Erfolgsgeschichten, die Hoffnung stirbt zuletzt“, fügt sie hinzu.Falls Sie spenden möchten, kommen Sie mit der Wachkomahilfe Bicici e. V. hier in Kontakt.
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