BVB feiert 113. Geburtstag: Alles begann in blau-weißen Trikots

Der 19. Dezem­ber 1909 ist die Geburtsstunde von Borus­sia Dort­mund. Alles begann auf der “Weißen Wiese” – und mit blau-weißen Trikots.Dortmund, nordöstliche Innen­stadt, Brack­el­er Straße. Auto um Auto rast über den Asphalt. Geschäftig, eilig. Kaum jeman­dem wird in diesem Moment bewusst sein, dass er am Freibad Stock­hei­de his­torischen Boden passiert. Hier, in unmit­tel­bar­er Nähe zum Bor­sig­platz, lag einst die “Weiße Wiese” – die Geburtsstätte von Borus­sia Dortmund.In diesem Jahr, am 19. Dezem­ber, feiert der Ball­spielvere­in 09 schon seinen 113. Geburt­stag und blickt auf einen reich gefüll­ten Trophäen­schrank. Doch wohl nur wenige der­jeni­gen, die aktuell das schwarz-gelbe Trikot tra­gen, wer­den wis­sen, dass die ruhm­re­iche Geschichte ihres Klubs einst auf einem ein­fachen Dort­munder Ack­er begann.Kaplan ärg­ert sich über “Fußlümmelei“An der Wambel­er Straße, Ecke Kirchdern­er Straße, wurde gekickt – allerd­ings auf einem abschüs­si­gen Gelände. Aus diesem Grund zogen die Fußballer ein Stück weit­er ost­wärts in die Nähe des Brüg­mann-Wäld­chens – zur “Weißen Wiese” inmit­ten des heuti­gen Hoesch­parks. Der Name des Platzes soll durch den weißen Pap­pelschnee ent­standen sein, der die im Früh­jahr von den angren­zen­den Pap­peln gewe­ht wurde und das Spielfeld in eine weiße Wiese verwandelte.Hier hat­ten Mit­glieder ein­er Jugen­dor­gan­i­sa­tion der katholis­chen Dreifaltigkeits­ge­meinde schon zu Beginn des 20. Jahrhun­derts immer son­ntags ihrem Hob­by gefrönt, allerd­ings sehr zum Unwillen von Kaplan Hubert Dewald. Der ließ aus Ärg­er über die “Fußlüm­melei auf der Weißen Wiese” kurz­er­hand die Torp­fos­ten absä­gen. Die Reak­tion ließ nicht lange auf sich warten: Ange­führt von Franz Jaco­bi wurde in der Gast­stätte “Zum Wild­schütz”, nur ein paar Hun­dert Meter von der “Weißen Wiese” ent­fer­nt, im Jahre 1909 der Ball­spielvere­in Borus­sia ins Leben gerufen. Damals für vier Jahre noch in blau-weiß gestreiften Trikots mit rot­er Schärpe.Heute sind die Vere­ins­far­ben bekan­nter­maßen tief­schwarz und strahlend gelb, und im Dort­munder Bor­sig­platz-Vier­tel prä­gen eine kul­turell bunt durch­mis­chte Bevölkerung, viele alte Häuser und noch mehr Verkehr das Straßen­bild. Aber wer genau hin­schaut, der ent­deckt die Erin­nerungstafeln vor der Dreifaltigkeit­skirche oder am ehe­ma­li­gen “Wild­schütz” in der Oester­holzs­traße 60, in dem heute eine Imbissstube Pommes rot-weiß verkauft.Geburtsstunde des “Borussia-Sportplatzes“Am 14. August 1924 wurde die Anlage von Ober­bürg­er­meis­ter Eick­hoff dem BVB übergeben – die Geburtsstunde des “Borus­sia-Sport­platzes”. Dabei hat­ten nur Tage zuvor orka­nar­tige Wolken­brüche eine der Außen­mauern ein­stürzen lassen. Erst in Tag- und Nachtar­beit war der Schaden qua­si in let­zter Sekunde beseit­igt worden.Von dem, was sich einst auf der “Weißen Wiese” abspielte, erzählen Straßen, Bäume und Häuser im Dort­munder Nor­den nur noch wenig. Aber wer etwa von hier den Weg zum alten Wirtshaus “Wild­schütz” in der Oester­holzs­traße sucht, der bekommt ein Gefühl für die dama­lige Zeit, in der doch vieles so ganz anders war als heute.Denn sowohl der BVB als auch die Geg­n­er, die in den frühen Jahren auf der “Weißen Wiese” dem Led­er hin­ter­her­jagten, mussten diesen Weg bei Spie­len regelmäßig zurück­le­gen. Paul Bur­chardt, ehe­ma­liger link­er Läufer der Borus­sia, hat sich daran ein­mal in einem Inter­view erin­nert: “Die Mannschaften, auch die Gäste, zogen sich im Keller des Vere­inslokals Wild­schütz um. Anschließend mussten wir erst ein­mal zehn Minuten bis zum Platz laufen. Bei Wind und Wet­ter. Was haben wir da oft geflucht. Nach dem Spiel ging man die gesamte Strecke wieder zurück zur Gast­stätte und wusch sich im Keller in der Waschküche mit kaltem Wasser.“13 Jahre nach der Ein­wei­hung des “Borus­sia-Sport­platzes” endete das Kapi­tel “Weiße Wiese” für den BVB eben­so schnell wie unschön. Der Vere­in wurde 1937 von der Anlage ver­ban­nt. Die Nazis stell­ten das Gelände der Hoesch AG zur Ver­fü­gung, die auf­grund der staatlich verord­neten Kriegsrüs­tung expandierte.1941 wurde hier der Hoesch­park offiziell eröffnet, gedacht zur Naher­hol­ung der Indus­triear­beit­er. Der Park kann noch heute kosten­los besucht wer­den und ste­ht auf der Denkmalliste der Stadt Dort­mund. Sein Zen­trum bildet neben dem Freibad Stock­hei­de eine heute baufäl­lige Radrennbahn. In ihrem Innenkreis ist vor eini­gen Jahren ein Mul­ti­funk­tions­feld eröffnet wor­den, auf dem aber viel kleinere Bälle als “König Fußball” im Mit­telpunkt ste­hen. Base­ball- und Soft­ball­spiel­er der Dort­mund Wan­der­ers haben hier eine Heimat gefunden.Borussia Dort­mund zog 1937 zur “Roten Erde” umAber auch Fußball gespielt wird noch im Hoesch­park. DJK Sax­o­nia und TuS Han­ni­bal trainieren und tra­gen ihre Heim­spiele dort aus. Auch Jugend­mannschaften des BVB kick­ten hier noch vor eini­gen Jahren. Die Profis waren zulet­zt zu Beginn des Jahrtausends da, als die Borus­sia hier noch ihre offizielle Saison­eröff­nung feierte.Gekämpft um Tore und Punk­te aber haben die schwarz-gel­ben Helden hier schon lange nicht mehr. Bere­its 1937 war der BVB nach sein­er Ver­ban­nung von der “Weißen Wiese” im Nor­den Dort­munds in die Kampf­bahn “Rote Erde” im Süden der Stadt umge­zo­gen. Auch hier sollte die Borus­sia His­torisches erleben, etwa auf dem Weg zum ersten Europa­pokalsieg ein­er deutschen Vere­ins­man­nschaft im Jahre 1966.



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