Ukraine-Krieg Newsblog: Selenskyj wirft dem Iran Drohnen-Lüge vor

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Tag 255 seit Kriegsbeginn: Der Iran räumt die Lieferung von Drohnen ein. In Kiew wird die Stromversorgung eingeschränkt. Alle Infos im Newsblog.Geflohener Russe: „Du weißt nie, ob sie dich holen“20.16 Uhr: Mit dem Auto über die finnische Grenze, dann per Fähre weiter und schließlich bis nach Berlin. Ein Russe berichtet von seiner Flucht vor der Mobilisierung. Mehr dazu lesen Sie hier.Selenskyj: Iran lügt mit Blick auf Zahl der gelieferten Drohnen19.25 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft dem Iran vor, mit Blick auf die Zahl der an Russland gelieferten Drohnen gelogen zu haben. Die Streitkräfte in Kiew schössen jeden Tag mindestens zehn Drohnen ab, sagt Selenskyj. Allein am Freitag seien elf Drohnen durch die ukrainische Armee vernichtet worden. Der Iran hatte zuvor erstmals die Lieferung von Drohnen an Russland eingeräumt. Dies sei aber in „geringer Zahl“ und bereits einige Monate vor Russlands Einmarsch in die Ukraine geschehen, erklärte Außenminister Hossein Amirabdollahian. Die Ukraine hat über eine ganze Reihe von russischen Angriffen auf die zivile Infrastruktur in den vergangenen Wochen berichtet, bei denen im Iran gefertigte sogenannten Kamikaze-Drohnen vom Typ Schahed-136 genutzt worden seien. Russland bestreitet, dass seine Truppen iranische Drohnen in der Ukraine einsetzen.Scholz: Putin muss Gespräche ermöglichen18.38 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat Russlands Präsidenten Wladimir Putin aufgefordert, den Weg für einen Dialog im Ukraine-Konflikt freizumachen. „Jetzt ist es an dem russischen Präsidenten, einen Zug zu machen, nämlich wirkliche Gespräche zu ermöglichen“, sagte Scholz beim SPD-Debattenkonvent am Samstag. „Und es wäre ein guter Schritt, wenn er mal seine Truppen zurückziehen würde.“Putin müsse weg „von seiner Idee, er könne einen Diktatfrieden gegen die Ukraine militärisch durchsetzen“, sagte Scholz. „Das ist nämlich sein Konzept. Und auf der Basis wird es niemals gelingen, dass da etwas zustande kommt.“ Am Ende jedes Krieges müssten „Vereinbarungen und Diplomatie stehen“.Ukraine rationiert wegen russischer Angriffe Stromversorgung weiter15.50 Uhr: In Kiew und weiteren Regionen der Ukraine ist die Stromversorgung weiter eingeschränkt worden. „Heute war das Kontrollzentrum von Ukrenergo gezwungen, zusätzliche Einschränkungen in Form von Notunterbrechungen für alle Verbraucherkategorien“ einzuführen, erklärte der staatliche Stromversorger Ukrenergo am Samstag.Angesichts massiver Raketenangriffe Russlands auf die Energie-Infrastruktur in der Ukraine wird seit mehreren Tagen die Stromversorgung rationiert. Nach Angaben der Ukraine wurde durch die Angriffe mindestens ein Drittel der Stromanlagen des Landes zerstört. Um eine Überlastung des gesamten Verteilernetzes zu verhindern, wird in vielen Regionen, darunter die Hauptstadt Kiew, regelmäßig für mehrere Stunden der Strom abgestellt.Der Deutsche in ukrainischer Kriegsgefangenschaft15.46 Uhr: Ein Video zeigt einen deutschen Staatsangehörigen in ukrainischer Gefangenschaft. Wie es ihm geht, ist nicht bekannt. Über seinen Kampf für Russland aber einiges. Mehr dazu lesen Sie hier.Mützenich: Ukrainische Regierung hat mich auf Terrorliste gesetzt14.14 Uhr: SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hat der ukrainischen Regierung vorgeworfen, ihn auf eine Terrorliste gesetzt zu haben. „Ich bin schon irritiert gewesen, dass ich von der ukrainischen Regierung auf eine Terrorliste gesetzt wurde mit der Begründung, ich setze mich für einen Waffenstillstand ein oder für die Möglichkeit, über lokale Waffenruhen auch in weitere diplomatische Schritte zu gehen“, sagte Mützenich am Samstag beim SPD-Debattenkonvent in Berlin. Mehr dazu lesen Sie hier.Linken-Chef dringt auf Friedensinitiative im Ukraine-Krieg12.31 Uhr: Angesichts des monatelangen Krieges in der Ukraine hat Linken-Chef Martin Schirdewan von Bund und EU Initiativen zu Friedensgesprächen angemahnt. Er warf Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) außerdem vor, bei dessen jüngster China-Reise die Chance auf eine gemeinsame Friedensinitiative mit China vertan zu haben. „Dieser verdammte Krieg muss endlich und so schnell wie möglich zu einem Ende kommen“, mahnte Schirdewan am Samstag bei einem Landesparteitag der sächsischen Linken in Löbau. Er betonte, Russland unter Wladimir Putin sei in diesem Krieg der Aggressor. „Unsere Solidarität gilt zuvorderst der Zivilbevölkerung in der Ukraine, die das angegriffene Land ist.“Kretschmer: „Dieser Angriffskrieg ist ein großes völkerrechtliches Verbrechen“12.21 Uhr: Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer hat sich auf einem Landesparteitag der CDU um klare Worte zum Krieg in der Ukraine bemüht. „Dieser Angriffskrieg Russlands (…) ist ein großes völkerrechtliches Verbrechen“, sagte Kretschmer, der auch CDU-Landeschef ist, am Samstag in Schkeuditz bei Leipzig. Es gebe keinen Grund, der diesen Angriff rechtfertige. „Natürlich stehen wir auf der Seite der Menschen, die angegriffen wurden“, sagte Kretschmer. Es sei klar, dass die Ukraine unterstützt werden müsse.Allerdings verlangte der sächsische CDU-Chef auch, dass eine Diskussion möglich sein müsse. Gerade bei einer Frage über Krieg oder Frieden müsse es möglich sein, die verschiedenen Positionen „offen und ehrlich miteinander zu diskutieren“. Kretschmer war in der Vergangenheit für seine Äußerungen – etwa zu einem „Einfrieren“ des Konfliktes – vielfach kritisiert worden.London: Russische Rekruten bekommen so gut wie keine Ausbildung11 Uhr: Das russische Militär ist nach Ansicht britischer Experten durch den Angriffskrieg in der Ukraine mit der Ausbildung neuer Rekruten überfordert. Das geht aus dem täglichen Geheimdienst-Update des Verteidigungsministeriums in London am Samstag hervor. Demnach hatte Moskau bereits Schwierigkeiten, das Training für die etwa 300.000 bei der Teilmobilisierung eingezogenen Reservisten zu organisieren. Das Problem dürfte sich den Briten zufolge für die regelmäßig im Herbst eingezogenen etwa 120.000 Wehrpflichtigen noch verschärfen.“Neu verpflichtete Rekruten erhalten wahrscheinlich eine minimale Ausbildung oder überhaupt keine Ausbildung“, so die Einschätzung der britischen Experten. Erfahrene Offiziere und Ausbilder seien in den Kriegseinsatz in die Ukraine geschickt und wahrscheinlich zum Teil getötet worden. Der Einsatz unausgebildeter Kräfte trage jedoch kaum oder überhaupt nicht zur Kampfkraft bei.Iran räumt erstmals Drohnenlieferung an Russland ein10.11 Uhr: Der Iran hat erstmals Drohnenlieferungen an Russland eingeräumt. Außenminister Hussein Amirabdollahian sagte am Samstag, die Islamische Republik habe Russland vor dem Krieg in der Ukraine eine begrenzte Anzahl von Drohnen zur Verfügung gestellt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Weitere Waffenlieferungen nach Beginn des russischen Angriffskriegs sowie Bereitstellung von Raketen dementierte der Chefdiplomat jedoch.Kiew und die US-Regierung hatten jüngst angeprangert, dass Kamikazedrohnen aus dem Iran im Ukraine-Krieg eingesetzt wurden. Berichten zufolge soll Teheran auch Militärpersonal auf die von Russland besetzte Krim geschickt haben, um die Russen beim Umgang mit den Drohnen zu trainieren und ihnen technische Hilfe zu bieten. Bisher dementierte Teheran die Lieferungen.Militärexperten: Putin will Mobilisierung verdeckt vorantreiben9.45 Uhr: Nach Angaben des US-amerikanischen „Institute for the Study of War“ (ISW) verfügt Russlands Präsident Wladimir Putin durch die bisherige Teilmobilmachung noch nicht über genügend Kräfte, um seine Ziele im Krieg gegen die Ukraine zu erreichen. Deshalb plant er den Militärexperten zufolge, nun weitere Kräfte verdeckt zu mobilisieren. Zum einen sollen weitere Russen aus Gefängnissen rekrutiert werden. Zum anderen habe Putin Dekrete unterzeichnet, die den Soldatenstatus auf Männer ausdehnen, die in Freiwilligenverbänden dienten. Mehr dazu lesen Sie hier.Bericht: 2.000 russische Rekruten lehnen sich gegen betrunkenen General auf7.38 Uhr: Auf einer Militärbasis im russischen Kasan haben sich offenbar fast 2.000 Rekruten gegen ihren betrunkenen General aufgelehnt. Wie „Focus“ berichtete, haben die frisch mobilisierten Männer den Vorgesetzten wüst beschimpft. „Warum bist du betrunken“ und „Wo ist dein Mut von heute Morgen“ sollen sie gerufen haben. Sie sollen zudem gefordert haben, dass er seinen Rang als General verliert. Grünen-Chefin: Russisches Vermögen für Ukraine-Wiederaufbau nutzen7.01 Uhr: Grünen-Chefin Ricarda Lang hat mehr Hilfe für die Ukraine gefordert und will dafür das in Deutschland eingefrorene Vermögen russischer Oligarchen verwenden. Angesichts des nahenden Winters und der zunehmenden Kriegsschäden müssten humanitäre Hilfe und der Wiederaufbau vorangetrieben werden, sagte Lang im Interview der „Welt am Sonntag“. „Die Russen versuchen, den Krieg in andere Teile des Landes zu tragen und kritische Infrastrukturen zu zerstören, etwa Fernwärmeanlagen und Elektrizitätswerke. Das kann zu einer humanitären Katastrophe führen.“Lang vertrat die Auffassung, Russland müsse schon jetzt für die Kosten dieser Hilfen aufkommen. „Allein in Deutschland sind über mehrere Milliarden Euro an russischem Vermögen eingefroren, etwa von russischen Oligarchen. Europaweit ist der Betrag deutlich höher“, sagte sie. Dieses Vermögen sollte nach ihren Worten zum Wiederaufbau der Ukraine verwendet werden. „Putin und seine Entourage tragen die Verantwortung für diesen Wahnsinn, deswegen sollten er und seine Kumpane auch die Rechnung bekommen“, sagte sie mit Blick auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin. „Juristisch ist das nicht leicht, gerecht wäre es allemal. Hier gilt es, nach Wegen zu suchen.“Das Wichtigste der Nacht5 Uhr: Die USA und die Niederlande kaufen der Ukraine 90 Panzer vom Typ T-72. Der ukrainische Botschafter Oleksij Makejew hofft, bald auch Leopard-2-Modelle zu erhalten. Präsident Selenskyj sieht kein Anzeichen, dass Moskau zu Verhandlungen bereit ist. Lesen Sie hier eine Zusammenfassung aus der Nacht.Ukrainischer Botschafter fordert Einreisestopp für Russen1.20 Uhr: Ukraines neuer Botschafter in Berlin, Oleksii Makeiew, hat vor Anschlägen auf Ukrainer in Deutschland gewarnt und einen Einreisestopp für Russen gefordert. Zugleich gab er sich im Gespräch mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag) überzeugt, dass Deutschland bald Kampfpanzer an die Ukraine liefern könnte.“Andere Länder verwehren Russen die Einreise. Ich appelliere an dieBundesregierung, das auch so zu machen“, sagte Makeiew. Er sprach in diesem Zusammenhang von einem „ernsten Sicherheitsrisiko“. „Die Russen, die nach Deutschland kommen, tun dies nicht aus Protest gegen den Krieg“, sagte der Diplomat. „Sie wollen nur nicht im Krieg sterben.“Bei Panzerlieferungen ist er optimistisch. „Wir haben Grund zur Hoffnung, dass die Entscheidung fällt, Leopard 2 aus Deutschland direkt in die Ukraine zu liefern“, sagt er den Zeitungen der Funke Mediengruppe laut einem Vorabbericht. „Da sind wir im Gespräch mit der Bundesregierung.“Marine-Inspekteur: Russische Flotte nicht unterschätzen1 Uhr: Russlands Flotte sollte nach Meinung von Deutschlands oberstem Marinesoldaten auch nach den Angriffen der ukrainischen Militärs mit maritimen Drohnen im Hafen von Sewastopol nicht unterschätzt werden. „Diese Seedrohnen sind eine einfach anzuwendende Waffe mit erheblicher Durchschlagskraft“, sagte Marineinspekteur Jan Christian Kaack im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag). „Offenbar hat man sich auf russischer Seite nicht auf diese hybriden Vorgänge eingestellt, und das ist schon etwas erstaunlich.“ Dies dürfe aber „nicht dazu verleiten, die russische Flotte zu unterschätzen“.“Wir sehen ein ungebrochenes Bauprogramm von modernen Einheiten, die auch mit Waffen bestückt werden, die nicht zu unterschätzen sind, Hypersonic-Waffen zum Beispiel und ballistische Flugkörper“, betonte der Vizeadmiral. Die Flotte nehme in Moskaus Militärdoktrin weiterhin einen wichtigen Platz ein.Selenskyj: Sehe keine Bereitschaft Moskaus zu Verhandlungen0.20 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht keine Bereitschaft bei Moskau zu Verhandlungen für ein Ende des Angriffskrieges gegen sein Land. Russland schicke Zehn- oder Hunderttausende Menschen für den Kampf; wer verhandeln wolle, lasse die Menschen aber nicht im „Fleischwolf“ sterben, sagte Selenskyj am Freitagabend in seiner in Kiew verbreiteten täglichen Videobotschaft.“Wir sind jetzt bereit für einen Frieden, einen fairen und gerechten Frieden. Die Formel dafür haben wir viele Male erklärt“, sagte Selenskyj. Vor allem müsse Russland die Grenzen der Ukraine und ihre territoriale Unversehrtheit nach UN-Recht respektieren.Der ukrainische Staatschef warf Russland vor, mit den jüngst auch gegenüber ausländischen Gesprächspartnern angebotenen Verhandlungen über ein Ende des Konflikts alle in die Irre zu führen. Zwar habe Moskau die Teilmobilmachung für beendet erklärt. „Aber in Wahrheit sammelt Russland in seinen Regionen und auf unseren Gebieten, die besetzt sind, weiter Leute ein, um sie sterben zu lassen“, sagte er.Freitag, 4. NovemberWagner-Gruppe eröffnet Hauptquartier in Russland23.15 Uhr: Die lange geheim agierende Söldnertruppe Wagner hat in St. Petersburg ihr erstes offizielles Hauptquartier in Russland eröffnet. Das berichteten Journalisten der Nachrichtenagentur AFP am Freitag. Am Eröffnungstag liefen Menschen in Tarnkleidung durch das Gebäude und sahen sich eine Ausstellung an, in der Drohnen gezeigt wurden.Der Unternehmer Jewgeni Prigoschin hatte erst kürzlich öffentlich erklärt, die Gruppe gegründet zu haben. Die Eröffnung des Büros hatte er in der vergangenen Woche in Online-Netzwerken angekündigt. Die Aufgabe des Wagner-Zentrums sei es, „ein komfortables Umfeld für die Entwicklung neuer Ideen zur Verbesserung der russischen Verteidigungsfähigkeit zu schaffen“, hieß es.Söldner der Gruppe Wagner sind unter anderem in Lateinamerika, Afrika und der Ukraine im Einsatz. Besonders bei Russlands Offensive im Nachbarland spielt die Gruppe eine zunehmend wichtige Rolle.USA und Niederlande kaufen T-72-Panzer für ukrainische Armee19.07 Uhr: Das US-Verteidigungsministerium kündigt weitere militärische Hilfen für die Ukraine im Wert von 404 Millionen Euro an. Dazu gehörten erneuerte Panzer vom seit Sowjetzeiten produzierten Typ T-72 und amerikanische Flugabwehrsysteme vom Typ Hawk. Auch die Niederlande stocken ihre Militärhilfen um 120 Millionen Euro auf. Davon sind 45 Millionen für den Erwerb von T-72-Panzern vorgesehen. Beide Staaten beteiligen sich an dem geplanten Kauf von 90 T-72-Panzern aus tschechischen Beständen, die die Ukraine bekommen soll.Ukrainische Armee berichtet von schweren Kämpfen im Donbass13.29 Uhr: Die ukrainische Armee berichtet von schweren Kämpfen mit russischen Truppen im Donbass. Schwerpunkte seien die Städte Bachmut und Awdijiwka, sagte Serhij Tscherewatyj, Sprecher der Armeegruppe im Osten des Landes, im ukrainischen Fernsehen. „Der Feind setzt seine Sturmangriffe fort und schießt mit allen Arten von Rohrartillerie, Mehrfachraketenwerfern, Panzern und Mörsern“, sagte der Offizier am Freitag.Die Militärangaben waren nicht unabhängig überprüfbar. Aber auch der ukrainische Oberbefehlshaber Walerij Saluschnyj berichtete dem Nato-Oberbefehlshaber Christopher Cavoli am Telefon, Russland habe seine Angriffe verdreifacht. Er sprach von bis zu 80 Angriffen täglich. Die Lage an der Front sei „angespannt, aber unter Kontrolle“, teilte Saluschnyj auf Telegram mit.Gegen die ukrainischen Stellungen in Bachmut im Gebiet Donezk laufen russische Truppen, vor allem die Söldnergruppe Wagner, seit Monaten an. Awdijiwka wenige Kilometer nördlich von Donezk ist seit 2014 Frontstadt. Die russischen Truppen und Einheiten der von Moskau kontrollierten Separatisten haben dort in acht Monaten Krieg nur kleine Geländegewinne erzielen können.Russland macht Einberufung von Schwerverbrechern möglich13.04 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin hat ein Gesetz unterzeichnet, wonach Schwerverbrecher eingezogen werden können. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur RIA. Im Rahmen der kürzlich abgeschlossenen Teilmobilmachung seien 318.000 Personen einberufen worden, zitiert die Agentur Interfax Putin. Verteidigungsminister Sergej Schoigu hatte gesagt, dass von der am 21. September angekündigten Maßnahme 300.000 Reservisten betroffen seien.Putin: Zivilisten sollen sich in Cherson in Sicherheit bringen12.35 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin ordnet an, dass Zivilisten in der südukrainischen Region Cherson in Sicherheit gebracht werden sollen. Alle, die in Cherson lebten, sollten aus dem gefährlichen Gebiet herausgebracht werden, zitiert die staatliche Nachrichtenagentur RIA Putin. „Die Zivilbevölkerung sollte nicht leiden.“ Cherson gehört neben Luhansk, Donezk und Saporischschja zu den vier Regionen, die Russland annektiert hat. Die Ukraine und westliche Staaten erkennen das nicht an. Lesen Sie hier mehr dazu.Buschmann in Kiew: Deutschland unterstützt Ukraine bei EU-Beitritt11.23 Uhr: Deutschland und die Ukraine haben ein Arbeitsprogramm zur Zusammenarbeit im Justizbereich für die kommenden Jahre unterzeichnet. Bundesjustizminister Marco Buschmann reiste dazu erstmals seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor mehr als acht Monaten nach Kiew. „Wir stehen heute an der Seite der Ukraine, und wir werden es auch in Zukunft tun“, versprach der FDP-Politiker bei der Ankunft am Bahnhof der Hauptstadt. Deutschland wolle das Land unterstützen, „auch die rechtsstaatlichen Standards im Rahmen des Aufnahmeverfahrens in die Europäische Union zu erfüllen“.Deutschland will der Ukraine somit helfen, die notwendigen Reformen für den gewünschten Beitritt zur EU umzusetzen. Ein weiterer Schwerpunkt des Besuchs ist die internationale Strafverfolgung von Kriegsverbrechen. Aus Sicht des Ministers sind die Ermittlungen zu russischen Kriegsverbrechen nicht nur für die Ukraine von großer Bedeutung. Zuvor schon hatte Buschmann betont: „Nur wenn die Staatengemeinschaft Russland in die Schranken weist, haben Freiheit und Sicherheit in der Welt eine Zukunft.“Die deutsche Justiz hat Erfahrung mit der Verfolgung von im Ausland begangenen Kriegsverbrechen. Im Januar verurteilte das Oberlandesgericht Koblenz den ehemaligen Vernehmungschef eines syrischen Geheimdienstgefängnisses zu lebenslanger Haft. Er soll für die Folter von mindestens 4.000 Menschen und den Tod von mindestens 27 Gefangenen mitverantwortlich gewesen sein.London: Russland lässt wohl auf Deserteure schießen10.06 Uhr: Russland hat nach Einschätzung der britischen Regierung im Krieg gegen die Ukraine Einheiten im Einsatz, die die eigenen Soldaten an Rückzug und Fahnenflucht hindern sollen. „Wegen niedriger Moral und Scheu vor dem Kampf haben die russischen Streitkräfte wohl begonnen, ‚Barrieretruppen‘ oder ‚blockierende Einheiten‘ einzusetzen“, hieß es am Freitag in einem Bericht des Verteidigungsministeriums in London. Diese Einheiten drohten damit, Soldaten auf dem Rückzug zu erschießen, um Offensiven zu erzwingen.Ein solches Vorgehen sei auch aus früheren Konflikten bekannt. Russische Generäle seien vermutlich darauf aus, Stellungen bis zum Tod zu halten, so die Mitteilung weiter. „Die Taktik, Deserteure zu erschießen, ist wahrscheinlich ein Beleg für die geringe Qualität, niedrige Moral und schlechte Disziplin der russischen Streitkräfte.“Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine täglich Informationen zum Kriegsverlauf. Damit will die Regierung der russischen Darstellung entgegentreten und Verbündete bei der Stange halten. Moskau wirft London eine Desinformationskampagne vor.Borrell besteht auf Ende iranischer Waffenlieferungen an Russland10 Uhr: Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hat den Iran aufgefordert, die Unterstützung Russlands im Krieg gegen die Ukraine zu beenden. „Wir bestehen darauf, dass der Iran aufhört, Waffen an Russland zu liefern“, sagte er am Freitag am Rande des Treffens der Außenministerinnen und Außenminister der G7 in Münster. Der Iran bestreite die Lieferung von Waffen an Moskau. „Aber die Ukrainer haben Beweise für den Einsatz von Drohnen geliefert“, so Borrell.Der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates der USA, John Kirby, hatte kürzlich gesagt, es bestehe weiter die Sorge, dass der Iran Moskau neben Kampfdrohnen auch andere Waffen wie Boden-Boden-Raketen liefern könne.Durch Spendenaktion: Ukraine erhält 60 Transportpanzer9.22 Uhr: Dank einer internationalen Spendenaktion bekommt die ukrainische Armee 60 gepanzerte Mannschaftstransporter aus alten britischen Beständen. Das teilte die Stiftung des prominenten ukrainischen TV-Moderators Serhij Prytula mit. Die Aktion hatte seit Mittwoch zum Ziel, umgerechnet 5,4 Millionen Euro für 50 Kettenfahrzeuge vom Typ FV103 Spartan zu sammeln. Am Donnerstagabend berichtete Prytula auf Twitter, dieses sei übertroffen worden. „Niemand wird unsere Nation besiegen, denn wir sind Ukrainer!“, schrieb er.Die kleinen Panzer sollen der ukrainischen Infanterie helfen, sich geschützt auf den Gefechtsfeldern im Donbass und im Süden bei Cherson zu bewegen. Die Transporter wurden von der britischen Armee ausgemustert. Sie sollen bis zum Jahresende eintreffen. Die Stiftung hat schon mehrere Spendenaktionen für die ukrainische Armee organisiert. So wurden türkische Bayraktar-Kampfdrohnen gekauft und die Nutzung eines Radarsatelliten organisiert.Justizminister Buschmann zu Besuch in Kiew8.03 Uhr: Bundesjustizminister Marco Buschmann ist zu einem Besuch in der Ukraine eingetroffen. „Wir stehen heute an der Seite der Ukraine und wir werden es auch in Zukunft tun“, sagte der FDP-Politiker am Freitag bei der Ankunft auf dem Bahnhof in der Hauptstadt Kiew. Auf dem Programm stehen Gespräche mit der Regierung und Menschenrechtlern. Schwerpunkt soll die internationale Strafverfolgung von Kriegsverbrechen sein. Dabei will Deutschland Unterstützung leisten. Außerdem soll es um Pläne für eine Zusammenarbeit im Justizbereich gehen, auch mit Blick auf einen EU-Beitritt der Ukraine.Aus Sicht des FDP-Politikers sind die Ermittlungen zu russischen Kriegsverbrechen in den vergangenen Monaten seit dem Überfall auf das Nachbarland im Februar nicht nur für die Ukraine von großer Bedeutung. Bei einem Besuch der Vereinten Nationen im Oktober hatte Buschmann bereits betont: „Nur wenn die Staatengemeinschaft Russland in die Schranken weist, haben Freiheit und Sicherheit in der Welt eine Zukunft.“Das Wichtigste aus der Nacht5.30 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert die Bevölkerung angesichts der Stromausfälle zum Durchhalten auf. Die G7-Staaten haben eine Winterhilfe beschlossen. Die USA sehen Chancen, dass die Ukraine Cherson zurückerobern kann. Lesen Sie hier eine Zusammenfassung der Ereignisse. Südkommando: Zwei Munitionsdepots zerstört2 Uhr: Das ukrainische Militär führte nach Angaben des Südkommandos über 160 Feuereinsätze auf russische Stellungen im Süden der Ukraine durch, tötete 32 russische Soldaten und zerstörte zwei russische Munitionsdepots, einen Panzer und neun gepanzerte Fahrzeuge. Die Zivilisten der Stadt Mariinka sollen der lokalen Polizei zufolge komplett evakuiert worden sein. Mariinka befindet sich etwa 33 Kilometer von Donezk entfernt und hatte früher 10.000 Einwohner.Donnerstag, 3. NovemberUkraine: Russische Truppen verdreifachen Angriffe23.10 Uhr: Die ukrainische Armee hat von heftigen russischen Attacken in einigen Regionen berichtet. „Der Gegner hat die Intensität der Kämpfe an einzelnen Frontabschnitten verdreifacht – bis zu 80 Angriffe täglich“, teilte der Oberkommandierende der ukrainischen Streitkräfte, Walerij Saluschnyj, am Donnerstag in seinem Telegram-Kanal mit, ohne Details zu nennen.Bei einem Telefonat mit Nato-Oberbefehlshaber Christopher Cavoli habe er die Lage an der Front besprochen. „Die Situation ist angespannt, aber unter Kontrolle“, meinte Saluschnyj. Die ukrainische Armee halte die Verteidigung „durch Mut und Geschicklichkeit“ aufrecht.In den vergangenen 24 Stunden hätten die russischen Streitkräfte drei Raketen- und 16 Luftangriffe auf ukrainische Ziele verübt, teilte das ukrainische Militär am Donnerstagabend mit. Des Weiteren sollen über 35 Städte an der Südfront unter Beschuss genommen worden sein. Zudem habe man mehr als 30 Drohnenaufklärungsflüge verzeichnet. Der Erklärung zufolge flog die Ukraine 12 Angriffe auf von Russland besetzte Gebiete und traf dabei auch vier russische Flugabwehrstellungen.Selenskyj: 4,5 Millionen Ukrainer ohne Strom22.45 Uhr: Rund 4,5 Millionen Ukrainer waren wegen russischer Angriffe zeitweise ohne Strom, teilt Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Video-Ansprache mit. Betroffen seien Menschen in Kiew und zehn anderer Regionen gewesen. Er fordert örtliche Behörden auf, für eine Verringerung des Stromverbrauchs zu sorgen. Es sei jetzt nicht die Zeit für Leuchtreklamen oder angestrahlte Schaufenster-Auslagen.Putin ordnet Sonderzahlung für Soldaten in Ukraine an22.00 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Auszahlung einer Einmalzahlung von 195.000 Rubel (3.200 Euro) an Vertrags-Soldaten und Wehrpflichtige, die für den Dienst in der Ukraine einberufen wurden, angewiesen. In dem präsidialen Dekret heißt es, die Zahlungen dienten der „sozialen Unterstützung“. Der Mindest-Sold für Vertrags-Soldaten beträgt 160.000 Rubel (2.700 Euro), dreimal so viel wie der Durchschnitts-Lohn in Russland.USA: Ukrainer könnten Gebiet um Cherson zurückerobern19.56 Uhr: US-Verteidigungsminister Lloyd Austin hat sich zuversichtlich gezeigt, dass die Ukrainer noch von russischen Truppen besetzte Gebiete auf der Westseite des Flusses Dnipro und rund um die Stadt Cherson zurückerobern können. „Ich glaube, dass sie dazu in der Lage sind“, sagte Austin am Donnerstag in Washington. „Am wichtigsten aber ist, dass die Ukrainer selbst glauben, dass sie dazu fähig sind“, fügte er hinzu.Die USA spielen eine zentrale Rolle bei den Waffenlieferungen und anderen Hilfen für die Ukraine zur Verteidigung gegen den seit Februar laufenden russischen Angriffskrieg.Aus westlichen Sicherheitskreisen verlautete am Donnerstag bereits, dass Russland den Rückzug aus dem südukrainischen Cherson vorbereite. Die strategisch wichtige Stadt wurde als eine der ersten von russischen Truppen besetzt und gehört zu den vier Gebieten, die Kremlchef Wladimir Putin jüngst völkerrechtswidrig zu einem Teil Russlands erklärt hatte.Russland: U-Boot mit Atomantrieb erfolgreich getestet19.30 Uhr: Das russische Verteidigungsministerium teilt mit, ein neues, von einem Atomreaktor angetriebenes U-Boot sei erfolgreich gestestet worden und solle bald in Dienst gestellt werden. Das U-Boot habe erfolgreich ballistische Raketen vom Typ Bulawa abgefeuert. Bulawa-Raketen wurden entworfen, um atomare Sprengköpfe ins Ziel zu bringen. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte im September mit Blick auf den Ukraine-Krieg erklärt, er würde – falls das notwendig werden sollte – Atomwaffen zur Verteidigung Russlands einsetzen.Selenskyj über G20-Gipfel: Wenn Putin teilnimmt, nehme ich nicht teil18.52 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schließt aus, dass er und der russische Präsident Wladimir Putin gemeinsam an dem G20-Gipfel in Indonesien teilnehmen werden. „Mein persönlicher Standpunkt und der Standpunkt der Ukraine ist, dass die Ukraine nicht teilnehmen wird, sollte der Chef der Russischen Föderation teilnehmen“, sagt Selenskyj. Das Treffen der führenden Industrienationen und Schwellenländer findet am 14. und 15. November auf der indonesischen Insel Bali statt. Der indonesische Präsident Joko Widodo habe ihn eingeladen, sagt Selenskyj.Erneuter Gefangenenaustausch – viele Asowstal-Kämpfer frei16.38 Uhr: Die Ukraine und Russland haben erneut Kriegsgefangene ausgetauscht. Je Seite kamen diesmal 107 Offiziere und Soldaten wieder in Freiheit, wie Kiew und Moskau am Donnerstag mitteilten. Unter den Ukrainern seien auch 74 Soldaten, die im Frühjahr das Asow-Stahlwerk in der Hafenstadt Mariupol verteidigt hätten, teilte der Chef des Präsidialamtes in Kiew, Andrij Jermak, im Nachrichtenkanal Telegram mit. Unter den Kriegsheimkehrern seien einige Schwerverletzte mit infizierten Wunden, verstümmelten Gliedmaßen und Verbrennungen.Das Moskauer Verteidigungsministerium wiederum teilte mit, die russischen Soldaten seien in ukrainischer Gefangenschaft in „Lebensgefahr“ gewesen. Sie seien mit Flugzeugen nach Moskau zur Behandlung in Militärkrankenhäuser gebracht worden. Auch die Ukraine sicherte ihren Soldaten zu, dass sie jede Hilfe erhielten. In dem seit mehr als acht Monaten dauernden russischen Angriffskrieg hatten Moskau und Kiew schon mehrfach Gefangene ausgetauscht.“Viele von unseren Leuten wurden schon im März verwundet“, sagte Jermak, der auch ein Video und Fotos mit einigen Freigelassenen veröffentlichte. „Der Staat wird alles tun, um ihnen zu helfen.“ Unter den Verletzten sei auch ein Kämpfer, der im Juli die schwere Explosion in dem Gefangenenlager Oleniwka bei Donezk überlebt habe.In dem russischen Lager werden nach Angaben Jermaks seit Mai ukrainische Soldaten gefangen gehalten. Dort waren mehr als 50 ukrainische Gefangene bei einer Explosion getötet worden. Russland behauptet, eine ukrainische Rakete habe die Gefangenenbaracke getroffen. Die Ukraine geht jedoch davon aus, dass in dem Gebäude absichtlich eine Bombe gezündet wurde.IAEA: Bisher keine Belege für „schmutzige Bombe“ in der Ukraine15.39 Uhr: Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat nach eigenen Angaben bisher keine Hinweise auf den Bau einer „schmutzigen Bombe“ durch die Ukraine gefunden. Das habe eine Inspektion von drei Standorten in der Ukraine ergeben, sagte IAEA-Direktor Rafael Grossi am Donnerstag. „Unsere bisher vorliegende technische und wissenschaftliche Auswertung der Ergebnisse ergab an diesen drei Standorten keine Hinweise auf nicht deklarierte nukleare Aktivitäten und Materialien.“Anlass der Untersuchung waren russische Vorwürfe, wonach Kiew angeblich eine „schmutzige Bombe“ einsetzen wolle. Kiew hatte die Vorwürfe entschieden dementiert und um eine IAEA-Mission gebeten. Ein solche Bombe besteht aus radioaktivem Material, das mit konventionellem Sprengstoff freigesetzt wird. Im Unterschied zu einer Atombombe kommt es zu keiner nuklearen Kettenreaktion.Baerbock: G7 wollen gemeinsame Winterhilfe für die Ukraine15.38 Uhr: Außenministerin Annalena Baerbock hat eine koordinierte Aktion der G7-Runde wirtschaftsstarker Demokratien zur Winterhilfe für die Ukraine angekündigt. „Den gemeinsamen Sanktionen, die wir auf den Weg gebracht haben, denen folgen jetzt die gemeinsamen Winterhilfen von G7-Partnern“, sagte die Grünen-Politikerin kurz vor Beginn der Beratungen im Kreis der Außenministerinnen und Außenminister der G7-Runde im westfälischen Münster. Viele andere Länder hätten bereits angekündigt, sich dem anzuschließen.“Diese Winterhilfe bedeutet auch, dass wir nicht akzeptieren, dass der Frieden und das internationale Recht über den Winter gebrochen werden“, betonte Baerbock. „Wir werden nicht hinnehmen, dass der russische Präsident mit seiner Strategie des Brechens der Ukraine erfolgreich ist. Wir werden nicht akzeptieren, dass er darauf hofft, dass der internationale Zusammenhalt gebrochen wird.“ Daher stehe auch auf dem G7-Treffen in Münster die Unterstützung der Ukraine sowie die Verteidigung von Frieden und internationalem Recht ganz oben auf der Tagesordnung.Ukraine: 7 Millionen Euro für Militärwesten veruntreut15.37 Uhr: Millionenschwere Gelder für den Kauf von Schutzwesten für die ukrainische Armee sollen nach Angaben von Ermittlern veruntreut worden sein. Das Staatliche Ermittlungsbüro der Ukraine bezifferte den Schaden am Donnerstag auf 250 Millionen Griwna (knapp 7 Millionen Euro). Der Verdacht richte sich gegen das frühere Management der Patentbehörde Ukrpatent, eine ranghohe Beamtin im Wirtschaftsministerium und den Leiter einer Hilfsorganisation.Den Angaben in Kiew nach soll das staatliche Geld auf Konten einer Freiwilligenorganisation überwiesen worden sein mit dem angeblichen Auftrag, schusssichere Westen für die Soldaten zu kaufen. Stattdessen sei das Geld über Scheinfirmen verschoben und in Bargeld umgewandelt worden. So sei es in die Hand der Beschuldigten gekommen. Ihnen drohen bei einer Verurteilung bis zu zwölf Jahre Haft.Der ukrainische Staatsapparat steht trotz Verbesserungen in den letzten Jahren immer noch im Ruf, anfällig für Korruption zu sein. Gleichzeitig hilft eine sehr engagierte Zivilgesellschaft dem von Russland angegriffenen Land zu überleben. Tausende Freiwillige helfen nicht nur Flüchtlingen und ausgebombten Nachbarn. Sie sammeln auch Geld und Sachspenden von Schlafsäcken über Schutzwesten bis hin zu Fahrzeugen für die Armee.In einer früheren Version war fälschlicherweise von 70 Millionen Euro die Rede. Die Angaben wurden korrigiert.Separatistenführer kündigt Gefangenenaustausch an 14.48 Uhr: Ein pro-russischer Separatistenführer hat den Austausch von insgesamt mehr als 200 Gefangenen mit der Ukraine angekündigt. „Heute holen wir 107 unserer Kämpfer aus ukrainischen Gefängnissen zurück“, teilte der Donezker Separatistenführer Denis Puschilin im Onlinedienst Telegram mit. „Wir werden die selbe Anzahl von Gefangenen an die Ukraine zurückgeben.“Beide Kriegsparteien hatten in den vergangenen Wochen wiederholt Gefangene ausgetauscht. Mitte Oktober gaben die Ukraine und Russland den Austausch von jeweils 20 Gefangenen bekannt, wenige Tage später ließ Moskau zudem 108 Ukrainerinnen frei.Schweiz verbietet Deutschland Lieferung ihrer Munition an Ukraine14.12 Uhr: Die Schweiz hat Deutschland die Weiterlieferung ihrer Munition für den Gepard-Panzer an die Ukraine verboten. Aufgrund der Schweizer Neutralität und der geltenden Gesetze sei es nicht möglich, dem deutschen Antrag auf Export dieser Munition in die Ukraine stattzugeben, erklärte Wirtschaftsminister Guy Parmelin in einem am Donnerstag veröffentlichten Schreiben an Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD). Mehr dazu lesen Sie hier.Moskau zitiert britische Botschafterin ins Außenministerium13.22 Uhr: Wegen der angeblichen Verwicklung Londons in einen ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Schwarzmeerflotte hat das Außenministerium in Moskau die britische Botschafterin einbestellt. Das Gespräch mit Botschafterin Deborah Bronnert am Donnerstag habe etwa eine halbe Stunde gedauert, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass.Man wolle Bronnert Belege für die Beteiligung britischer Spezialisten an der Vorbereitung des Drohnenangriffs vom Samstag vorlegen, hatte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa vorher angekündigt. Die Belege sollten auch öffentlich gemacht werden. Zudem vermutet Moskau Großbritannien auch hinter der Sabotage an den Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 in der Ostsee Ende September. London hatte das entschieden zurückgewiesen.Ukraine: Keine zusätzliche Sicherheitszusagen an Russland12.10 Uhr: Vor der Rückkehr Russlands in die Vereinbarung über ukrainische Getreideexporte hat Kiew nach eigenen Angaben keine zusätzlichen Sicherheitszusagen gemacht. Das Außenministerium in Kiew trat Moskauer Aussagen entgegen, die Ukraine habe versprochen, den Seekorridor im Schwarzen Meer nicht für militärische Zwecke zu nutzen. Russland hatte am Mittwoch von schriftlichen Sicherheitszusagen gesprochen.“Die Ukraine hat den Getreidekorridor nicht für militärische Zwecke genutzt und plant auch nicht, dies zu tun“, sagte Ministeriumssprecher Oleh Nikolenko am Donnerstag. Sie halte sich an die Vereinbarungen des Abkommens. „Unser Staat ist keine neuen Verpflichtungen eingegangen, die über die bestehenden im Getreideabkommen hinausgehen würden.“Türkei bestätigt Auslaufen von sechs ukrainischen Schiffen11 Uhr: Seit der Rückkehr Russlands zum Getreideabkommen haben türkischen Angaben zufolge sechs Schiffe ukrainische Häfen verlassen. Damit hätten nun 426 Frachter insgesamt abgelegt, teilte der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar am Donnerstag mit. Laut dem mit der Initiative eingerichteten Koordinierungszentrum in Istanbul sollten am Donnerstag insgesamt acht Schiffe durch den Korridor im Schwarzen Meer fahren – sieben davon in Richtung Istanbul. Mehr als 120 Schiffe würden auf ihre Fahrt durch den Korridor warten, die meisten davon mit dem Ziel Ukraine.Explosionen in russisch besetzer Stadt Melitopol9.05 Uhr: In der russisch besetzten Stadt Melitopol in der Südukraine hat es in der Nacht zum Donnerstag mehrere schwere Explosionen gegeben. Das bestätigten Vertreter beider Seiten, wobei die Darstellungen auseinandergingen. Die russische Flugabwehr habe anfliegende ukrainische Raketen abgeschossen, schrieb ein Vertreter der Besatzungsverwaltung, Wladimir Rogow, auf Telegram.Der vertriebene ukrainische Bürgermeister von Melitopol, Iwan Fedorow, sagte, es sei ein Fabrikgebäude mit einem russischen Stab darin beschossen worden. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben nicht. Russland nutzt Melitopol als Verwaltungssitz für das teilweise eroberte Gebiet Saporischschja, das es für annektiert erklärt hat.London: Russische Soldaten bezeichnen Fahrzeuge als „Aluminiumdosen“9.03 Uhr: Nach enormen Verlusten fehlen Russland im Ukraine-Krieg nach Einschätzung britischer Geheimdienste moderne Kampffahrzeuge. Russische Soldaten seien mutmaßlich frustriert, dass sie alte Infanterie-Fahrzeuge nutzen müssten, die „Aluminiumdosen“ genannt würden, hieß es am Donnerstag im täglichen Kurzbericht des britischen Verteidigungsministeriums.Mitte Oktober hätten die russischen Einheiten durch ukrainische Gegenangriffe mehr als 40 Fahrzeuge pro Tag verloren, was den Briten zufolge etwa der Ausrüstung eines gesamten Bataillons entspricht. In den vergangenen Wochen habe Moskau mindestens 100 zusätzliche Panzer und Infanterie-Kampffahrzeuge aus belarussischen Beständen gekauft. Mutmaßlich sei es jedoch schwierig für die russischen Einheiten, ausreichend geeigneten Ersatz für das beschädigte Material zu beschaffen, was der Offensive Probleme bereite.Russischer Beschuss im Zentrum und im Nordosten7.53 Uhr: In der Nacht zu Donnerstag haben russische Truppen nach Angaben des ukrainischen Militärs die Stadt Kriwij Rih im Zentrum des Landes beschossen. Auch Sumy und Charkiw im Nordosten seien angegriffen worden. In den Regionen Luhansk und Donezk im Osten hielten die Kämpfe an. „Der Feind versucht, die vorübergehend eroberten Gebiete zu halten“, teilt der ukrainische Generalstab mit. „Er konzentriert seine Bemühungen darauf, die Aktionen der Verteidigungskräfte in bestimmten Gebieten einzudämmen.“AKW Saporischschja erneut vom Stromnetz getrennt06.39 Uhr: Das Atomkraftwerk Saporischschja im Süden der Ukraine ist nach russischem Beschuss vom Stromnetz getrennt. Die verbliebenen Hochspannungsleitungen seien getroffen und beschädigt worden, teilt der ukrainische Betreiber Energoatom mit.Das AKW werde nur noch über Dieselgeneratoren versorgt. Der Diesel-Vorrat reiche für 15 Tage. Das AKW ist das größte in Europa. Es ist seit Längerem von russischen Truppen besetzt, wird aber von den ukrainischen Beschäftigten betrieben.UN: 14 Millionen Menschen durch Ukraine-Krieg vertrieben5.10 Uhr: Russlands Einmarsch in die Ukraine hat nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR zur größten Vertreibung von Personen seit Jahrzehnten geführt. „Etwa 14 Millionen Menschen wurden seit dem 24. Februar aus ihren Häusern vertrieben“, sagte UNHCR-Chef Filippo Grandi gestern in New York. Und die Situation verbessere sich vor einem mutmaßlich harten Winter nicht.“Die durch Angriffe verursachte Zerstörung der zivilen Infrastruktur, die während wir hier sprechen, weitergeht, lässt die humanitäre Hilfe schnell wie einen Tropfen auf den heißen Stein der Not erscheinen“, so der Italiener Grandi weiter. Die humanitäre Hilfe müsse weiter ausgeweitet, der „sinnlose“ Krieg beendet werden.Die Nacht im Überblick5 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht die Wiederaufnahme des Getreideabkommens als Teilerfolg im Krieg mit Russland. „Die russische Erpressung hat zu nichts geführt“, sagte Selenskyj gestern in seiner abendlichen Videoansprache.Er lobte insbesondere UN-Generalsekretär António Guterres und den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan sowie weitere Schlüsselpartner als Vermittler. „Wieder einmal hat jeder gesehen, dass es in unserer Region nur eine Bedrohung für die globale Ernährungssicherheit gibt, und das ist die Russische Föderation und sonst niemand“, betonte er nach mehr als acht Monaten Krieg. Hier lesen Sie mehr.Donnerstag, 3. NovemberSelenskyj: Angriffe russischer Jets bedrohen Getreideexporte22.30 Uhr: Ein russischer Kampfjet hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über dem Korridor im Schwarzen Meer für Getreide-Transport zwei Marschflugkörper abgefeuert. Dies geschehe fast täglich, so der Präsident. Damit bedrohe Russland die Lebensmittelexporte.Russland scheitert mit Resolution zu Biowaffen in UN-Sicherheitsrat22.15 Uhr: Russland ist vor dem UN-Sicherheitsrat wie erwartet mit einer gegen die USA und die Ukraine gerichteten Resolution zu Biowaffen gescheitert. Der Text, der sich an unbelegte russische Vorwürfe anlehnt, die USA würden biologische Waffen in der Ukraine produzieren, bekam am Mittwoch nur zwei Stimmen – die von Moskau selbst sowie von China. Die USA, Großbritannien und Frankreich stimmten gegen die Beschlussvorlage. Die übrigen zehn Länder des 15-köpfigen Rates enthielten sich. Für eine Annahme wären mindestens neun Stimmen nötig gewesen.Die Resolution galt als erneuter Versuch Moskaus, seinen nicht belegten Behauptungen Geltung zu verschaffen.Ukraine geht von 7.000 im Krieg Vermissten aus21.20 Uhr: Die ukrainische Regierung schätzt die Zahl der Vermissten im Krieg gegen Russland auf rund 7.000. Genaue Angaben seien wegen der Kampfhandlungen aber unmöglich, teilte die stellvertretende Verteidigungsministerin Hanna Maljar am Mittwoch der Agentur Unian zufolge mit. Die Zahlen würden meist spät und ungenau übermittelt.Maljar rief die Bevölkerung auf, keine persönlichen Angaben über vermisste Angehörige im Internet zu verbreiten – zumal, wenn es sich um Soldaten handele. „Der Feind nutzt diese Information. Veröffentlichen Sie kein Foto eines Vermissten in Uniform und mit persönlichen Daten. Diese Person könnte sich in den vorübergehend besetzten Gebieten in Zivil verstecken, und das könnte ihn entlarven. Es könnte auch den Gefangenenaustausch erschweren.“ Die Vize-Verteidigungsministerin appellierte, sich im Bedarfsfall an spezielle Koordinierungsstellen zu wenden.Kiew nach Notabschaltung ohne Strom 19.10 Uhr: In der Region Kiew ist die Stromversorgung durch eine Notabschaltung nach einem Anstieg des Verbrauchs unterbrochen worden. Dies sei nötig geworden, um größere Schäden am Stromnetz abzuwenden, teilen ukrainischen Behörden mit. Russland hatte in den vergangenen Tagen gezielt die Energie-Infrastruktur angegriffen.Russland warnt Westen vor Provokationen 17.36 Uhr: Russland wirft dem Westen Provokationen im Zusammenhang mit Massenvernichtungswaffen vor und fordert, diese einzustellen. Das Außenministerium in Moskau warnt vor katastrophalen Konsequenzen und versichert zugleich, keine Atomwaffen einsetzen zu wollen. Es bekräftigt, Russland stehe zu einer gemeinsamen Erklärung mit den anderen Atommächten USA, China, Großbritannien und Frankreich vom Januar, einen Atomkrieg und einen Rüstungswettlauf zu vermeiden. Um welche Provokationen des Westens es sich handeln soll, teilt die russische Regierung nicht mit.Offenbar meint sie damit Vorwürfe des Westens, Russland beschwöre die Gefahr eines Einsatzes von Atomwaffen mit dem Vorwurf herauf, die Ukraine plane den Einsatz einer schmutzigen Bombe mit radioaktivem Material. Die Regierung in Kiew weist diese Verdächtigungen zurück. Zudem hat Russlands Präsident Wladimir Putin bereits früher vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine mit einem Atomschlag gedroht. Dies gelte für Angriffe auf russisches Territorium. Aus Sicht der Moskauer Regierung sind die annektierten Teile der Ukraine russisches Gebiet.US-Regierung wirft Nordkorea Waffenlieferungen an Russland vor15.42 Uhr: Die US-Regierung wirft Nordkorea vor, Russland im Krieg gegen die Ukraine heimlich mit Militärausrüstung zu unterstützen. Nordkorea versuche die Lieferungen von Artilleriegeschossen über andere Länder etwa im Nahen Osten zu verschleiern, sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates, John Kirby, am Mittwoch. „Wir werden weiterhin beobachten, ob die Lieferungen tatsächlich ankommen.“ Hier lesen Sie mehr.Geschätzt 400.000 Russen wegen Mobilmachung geflohen 15.30 Uhr: Laut westlichen Regierungsquellen sind infolge der teilweisen Mobilmachung schätzungsweise 400.000 Russen aus ihrer Heimat geflohen. Bei der Zahl seien noch nicht diejenigen berücksichtigt, die wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine das Land schon vorher verlassen hätten. Neben der Flucht ins Ausland seien auch viele Russen im eigenen Land untergetaucht, um der Einziehung in die Streitkräfte zu entgehen, so die Regierungsvertreter am Mittwoch im Gespräch mit Journalisten.Wenn man das addiere mit der Zahl der Menschen, die tatsächlich eingezogen wurden, sei der Rückgang der berufstätigen Bevölkerung „eine erhebliche zusätzliche Last für Russlands Wirtschaft und seine öffentlichen Finanzen“, erklärten sie weiter.Russland will britischen Botschafter einbestellen11.45 Uhr: Der britische Botschafter soll nach Angaben des russischen Außenministeriums einbestellt werden. Russland wirft Großbritannien Mithilfe bei dem Angriff auf den Krim-Marinehafen Sewastopol am vergangenen Samstag vor. „In diesem Zusammenhang wird der britische Botschafter in Kürze ins russische Außenministerium einbestellt werden“, sagt eine Sprecherin des Außenministeriums. Großbritannien hat die Beschuldigungen als falsch zurückgewiesen.Russland steigt wieder in Getreideabkommen mit Ukraine ein11.25 Uhr: Russland steigt wieder in das am Samstag ausgesetzte Abkommen zum Export von Getreide aus der Ukraine über das Schwarze Meer ein. Moskau habe von Kiew „schriftliche Garantien“ erhalten, dass der für den Getreidetransport genutzte Schiffskorridor nicht für militärische Zwecke genutzt werde, erklärte das russische Verteidigungsministerium am Mittwoch auf dem Onlinedienst Telegram.Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan bestätigte, dass die Getreideexporte über den Korridor im Schwarzen Meer wieder aufgenommen werden. „Nach meinem gestrigen Gespräch mit (dem russischen Präsidenten Wladimir) Putin werden die Getreidelieferungen ab heute Mittag fortgesetzt“, sagte Erdoğan am Mittwoch. Mehr dazu lesen Sie hier.Polen errichtet Stacheldrahtzaun an Grenze zu Kaliningrad11.08 Uhr: Polen will eine provisorische Absperrung an seiner mehr als 200 Kilometer langen Grenze zur russischen Exklave Kaliningrad errichten. Es handele sich um einen 2,5 Meter hohen und drei Meter breiten Stacheldrahtverhau, teilte Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak der Agentur PAP zufolge am Mittwoch in Warschau mit. Die Arbeiten würden sofort beginnen.“Es liegt uns viel daran, dass diese Grenze dicht ist“, betonte der Politiker der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS). Blaszczak begründete den Schritt zum einen mit der nationalen Sicherheit. Zum anderen würden Migranten aus dem Nahen Osten oder Nordafrika mit dem Flugzeug nach Kaliningrad kommen und versuchen, von dort auf EU-Gebiet zu gelangen.London: Russische Truppen kommen nur langsam voran8.20 Uhr: Die russischen Truppen kommen bei ihren Angriffen in der Ukraine nach Einschätzung britischer Geheimdienste nur äußerst langsam voran. Das Verteidigungsministerium in London verwies am Mittwoch auf Aussagen des Chefs der Söldnergruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin, wonach seine Einheiten täglich 100 bis 200 Meter vorrückten. Prigoschin habe zwar gesagt, dies sei in der modernen Kriegführung normal. Das britische Ministerium betonte aber, die russische Militärdoktrin sehe Vorstöße von 30 Kilometern pro Tag vor.Zum Vergleich teilte die Behörde weiter mit: „Im Februar planten die russischen Streitkräfte einen 1.000 Kilometer weiten Vormarsch durch die Ukraine innerhalb eines Monats. Im September erzielten die ukrainischen Einheiten Vorstöße von mehr als 20 Kilometern pro Tag.“Kiew nachts unter Beschuss8.17 Uhr: Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist nach Behördenangaben auch in der Nacht zu Mittwoch beschossen worden. Die ukrainischen Streitkräfte hätten 12 von 13 Drohnen abgeschossen, die aus iranischer Produktion stammten, teilt Andrij Jermak, der Stabschef des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, auf Telegram mit. „Wir sind derzeit im Gespräch über die Lieferung moderner Luftverteidigungssysteme, wir arbeiten jeden Tag daran.“Kiew wirft Russland Zwangsdeportationen vor6.35 Uhr: Im Süden der Ukraine weitet Russland seine sogenannten Evakuierungen in Erwartung einer Offensive aus. Die Besatzungstruppen wiesen am Dienstag Zivilisten an, einen breiten Streifen am östlichen Ufer des Dnepr zu verlassen. Die Regierung in Kiew warf Russland daraufhin Zwangsdeportationen vor, mit denen ganze Landstriche entvölkert werden sollten. Das sei ein Kriegsverbrechen.Unterdessen geriet auch der einzig größere Kompromiss, den die Kriegsparteien abgeschlossen hatten, weiter ins Wanken. Die Vereinten Nationen teilten mit, dass am Mittwoch der Frachtverkehr mit ukrainischem Getreide über das von Russland kontrollierte Schwarze Meer eingestellt werde.Ukraine kämpft um Energieversorgung – die Nacht im Überblick5 Uhr: Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft noch vor Beginn des Winters auf Hilfe der EU bei der Wiederherstellung des durch russische Angriffe schwer angeschlagenen Energienetzes der Ukraine. Vierzig Prozent des Energiesystems seien „schwer beschädigt“, sagte der Staatschef bei einem Treffen mit EU-Energiekommissarin Kadri Simson am Dienstag in Kiew. „Wir werden alles tun, um die Menschen in diesem Winter mit Strom und Wärme zu versorgen“, versprach er am Abend in seiner täglichen Videoansprache. Hier lesen Sie den Überblick über die Geschehnisse in der Nacht.Schweden bei Nato-Mitgliedschaft offen für Stationierung von Atomwaffen23 Uhr: Der neue schwedische Regierungschef Ulf Kristersson hat sich im Falle von Schwedens Nato-Mitgliedschaft offen für die Stationierung von Atomwaffen in seinem Land gezeigt. „Sie werden von mir genau die gleiche Antwort erhalten wie von der finnischen Ministerpräsidentin“, sagte Kristersson bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seiner finnischen Kollegin Sanna Marin in Helsinki. „Wir haben beschlossen, dass wir uns für die Zukunft keine Türen verschließen wollen“, hatte diese zuvor auf die Frage geantwortet, ob Schweden und Finnland Atomwaffen auf ihrem Boden akzeptieren würden.Es sei „ganz natürlich, dass Schweden und Finnland in diesen Fragen gemeinsam“ handelten, sagte Kristersson. Er habe keine andere Absicht, als auch in diesem Sinne „mit Finnland Hand in Hand zu gehen“. Sowohl Marin als auch Kristersson räumten jedoch ein, dass Vorbehalte „später“ verhandelt werden könnten. Schwedens sozialdemokratische Vorgängerregierung hatte eine Stationierung von Atomwaffen noch abgelehnt.Selenskyj will EU-Hilfe für Reparaturen am Energiesystem21.52 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hofft auf Hilfe der EU bei der Wiederherstellung des durch russische Angriffe schwer angeschlagenen Energienetzes in seinem Land. 40 Prozent des Energiesystems seien zerstört, sagte der Staatschef bei einem Treffen mit der EU-Energiekommissarin Kadri Simson in Kiew.Bei der Wiederherstellung der Energie-Infrastruktur sollte die EU-Kommission eine koordinierende Rolle spielen, regte Selenskyj an. Er erinnerte an die Ukraine-Kontaktgruppe, das sogenannte Ramstein-Format, in dem die Unterstützerländer ihre Rüstungshilfe koordinieren. Für Wirtschaft und Energie sollte es ebenfalls ein „Ramstein“ geben, sagte er nach Medienberichten.“Ich bin sicher, dass wir alles wiederherstellen werden“, sagte Selenskyj. „Und in einer ruhigeren Zeit, wenn die Lage in unserem Energiesystem wieder stabil ist, werden wir wieder Strom nach Europa exportieren.“Türkei zuversichtlich, dass Getreideabkommen bestehen bleibt21.31 Uhr: Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar zeigt sich zuversichtlich, dass das von den UN und seinem Land vermittelte Getreideabkommen zwischen Russland und der Ukraine bestehen bleibt. Es gebe Fortschritte in der Frage, teilt er mit. Russland hatte am Wochenende das Abkommen nach Angriffen auf die Schwarzmeerflotte in Sewastopol ausgesetzt.Ukraine fürchtet den Einsatz von iranischen Raketen durch Russland17.06 Uhr: Die ukrainische Armee befürchtet, dass Russland neben Drohnen auch Mittelstreckenraketen aus dem Iran kauft und gegen die Ukraine einsetzen wird. Dies sei gefährlich, weil die Ukraine keine geeigneten Abwehrwaffen habe, sagte Luftwaffensprecher Jurij Ihnat in Kiew. „Wir haben eine Luftverteidigung, keine Raketenabwehr.“ Es gehe um ballistische Raketen iranischer Bauart mit Reichweiten von 300 bis 700 Kilometern, die den russischen Boden-Boden-Raketen vom Typ Iskander-M ähnelten.Der Iran werde Russland mit Mittelstreckenraketen und weiteren Drohnen beliefern, berichtete am Dienstag der US-Sender CNN und berief sich auf Erkenntnisse westlicher Rüstungsexperten. Bislang setzt Russland diesen Angaben nach vor allem die iranischen Einweg-Kampfdrohnen Schahed-136 ein. Der Iran und Russland bestreiten ein Rüstungsgeschäft. Die Ukraine hat eigenen Angaben zufolge bereits 300 dieser Drohnen abgeschossen. Dabei habe sich der deutsche Flugabwehrpanzer Gepard sehr bewährt.Seit Russland mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern verstärkt auf die ukrainische Energie-Infrastruktur schießt, haben viele Länder der Ukraine mehr Flugabwehrwaffen zugesagt. Die ersten zwei von acht versprochenen Flugabwehrsystemen Nasams sollten bald dort eintreffen, sagte ein Pentagon-Vertreter am Montag in Washington.Kadyrow will Mobilisierung fortsetzen13.45 Uhr: Der Machthaber der russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, hat angekündigt, zeitnah neue Rekruten in der Region einberufen zu wollen. Das berichten örtliche Medien in der Kaukasusregion. In einer Rede vor Soldaten habe Kadyrow demnach erklärt, dass die Betroffenen bald in Einheiten gebracht würden und „Angehörige nicht wissen werden, wo sie sind“. Demnach werden sich die Mobilisierungen nur an Tschetschenen richten, die sich bislang nicht in der Armee verpflichtet hätten.Kadyrow hat sich seit Beginn des russischen Angriffskriegs als einer seiner schärfsten Befürworter profiliert und auch eigene Einheiten in die Ukraine geschickt. Die russische Armeeführung kritisierte er regelmäßig als zu weich. Kadyrow fordert zudem den Einsatz von Atomwaffen gegen die Ukraine.Kremlsprecher: Putin wird Teilmobilisierung nicht formal aufheben13 Uhr: Äußerungen des Kreml mehren Zweifel an einem Ende der russischen Mobilisierung. Sprecher Dmitri Peskow erklärte am Dienstag, dass ein Dekret des russischen Präsidenten Wladimir Putin zur Beendigung der Teilmobilmachung von Reservisten nach Darstellung des Präsidialamtes nicht nötig sei – diese Frage sei von der Rechtsabteilung abschließend geklärt worden. Putin hatte am Montag gesagt, er werde mit Rechtsexperten beraten, ob ein neues Präsidialdekret notwendig sei.Peskow hielt jedoch daran fest, dass die Mobilisierung beendet sei. „Die Teilmobilmachung ist abgeschlossen“, sagte er – und bekräftigte diese Haltung: Auf die Frage, ob Putins Dekret vom 21. September zur Teilmobilmachung in Kraft bleibe, antwortete er: „Nein.“ Nach Regierungsangaben wurden 300.000 Reservisten in gut einem Monat einberufen, weitere würden nicht benötigt.Dass es aber kein Dekret auch zur Beendigung der Teilmobilmachung gibt, könnte in der Bevölkerung die Sorge nähren, dass sie wieder aufgenommen werden könnte. Beobachter vermuten, dass sich der Kreml so eine schnelle Rückkehr zur Mobillisierung von Rekruten offenhält. „Das bedeutet natürlich, dass das Militär einfach wieder mit der Einberufung von Männern beginnen kann, ohne das formale Getue“, urteilt der Journalist des russischen Exil-Mediums „Meduza“, Kevin Rothrock. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor erklärt, dass sich Kiew auf weitere Einberufungswellen Moskaus vorbereite.Nach der ersten Einberufung von Reservisten seit Ende des Zweiten Weltkrieges hatten sich Hunderttausende wehrfähige Männer nach Georgien, Armenien und Kasachstan abgesetzt. Es kam zu Protesten gegen die Teilmobilmachung, bei denen mehr als 2.000 Menschen festgenommen wurden.Drei weitere Getreide-Frachter aus ukrainischen Häfen aufgebrochen11.36 Uhr: Trotz Russlands Aussetzung des Getreide-Exportabkommens mit der Ukraine haben am Dienstagvormittag drei weitere Frachtschiffe mit Getreide ukrainische Häfen verlassen. Die Schiffe seien auf dem Weg zu dem sogenannten humanitären Seekorridor im Schwarzen Meer, teilte das Gemeinsame Koordinierungszentrum (JCC) in Istanbul mit.Die Fahrten der drei Getreide-Frachter seien von der ukrainischen, der türkischen und der UN-Delegation gebilligt worden, erklärte das JCC. „Die Delegation von Russland wurde informiert“, hieß es weiter. Am Montag hatten bereits zwei Frachter mit Getreide und anderen landwirtschaftlichen Produkten ukrainische Häfen verlassen.Cherson: Russische Besatzer kündigen weitere Evakuierungen an9.56 Uhr: Angesichts der ukrainischen Offensive zur Rückeroberung von Cherson haben die russischen Besatzungsbehörden in der südukrainischen Region die Evakuierung Zehntausender weiterer Menschen angekündigt. „Wir werden bis zu 70.000 Personen neu ansiedeln und verlegen“, sagte der von Moskau eingesetzte Gouverneur von Cherson, Wladimir Saldo, am Dienstag in einer Livesendung im Rundfunk. Betroffen sind demnach die Menschen auf einem 15 Kilometer breiten Streifen östlich des Flusses Dnipro.Vergangene Woche hatte die russische Armee bereits mitgeteilt, dass 70.000 Zivilisten ihre Häuser am Westufer des Dnipro verlassen hätten. Saldo führte aus, die neuen Evakuierungen seien angesichts des Risikos eines „möglichen Raketenangriffs“ auf einen Staudamm an dem Fluss beschlossen worden, der zu einer Überschwemmung des linken Ufers führen könnte.Mit den Evakuierungen wurde laut dem Gouverneur bereits begonnen, sie würden nun in Cherson oder auch „anderen Regionen Russlands“ ausgeweitet. Details nannte Saldo dazu nicht. Am Montag hatte er bereits erklärt, die Räumung des 15 Kilometer breiten Uferstreifens ermögliche es der russischen Armee, eine bessere Verteidigung aufzubauen, „um den ukrainischen Angriff zurückzudrängen“.Die Region Cherson steht teilweise unter Russlands Kontrolle. Vergangenen Monat annektierte Russland die von ihm eroberten Gebiete. Die ukrainische Armee führt seit einigen Wochen eine Offensive zur Rückeroberung der gesamten Region Cherson und rückt dabei vom Westen ostwärts vor.“Einiges Russland“ fordert Geldstrafen für Mobilisierungsverweigerer9.50 Uhr: Abgeordnete der Partei „Einiges Russland“ haben einen Gesetzentwurf zur strafrechtlichen Ahndung von Mobilisierungsverweigerern ausgearbeitet. Sie schlagen Geldstrafen von bis zu 500.000 Rubel (ca. 8.100 Euro), Zwangsarbeit oder Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren vor. Das Dokument ist bereit, dem Parlament vorgelegt zu werden, berichtet die russische Nachrichtenseite „Izvestia“.Der Zeitung zufolge soll es bei dem Entwurf nicht um die kürzlich offiziell abgeschlossene Teilmobilisierung gehen, sondern um eine grundlegende Reform der Gesetzgebung bei einer Mobilisierung.London: Moskau will Belarus als Verbündeten darstellen9.48 Uhr: Russland will in seinem Krieg gegen die Ukraine nach Einschätzung britischer Geheimdienste das gemeinsame Nachbarland Belarus gegenüber dem Westen verstärkt als Verbündeten darstellen. Moskau habe dort auf einem Flugplatz mutmaßlich zwei Abfangjäger des Typs MiG-31 und einen großen durch einen Erdwall geschützten Container stationiert, hieß es am Dienstag in einem Bericht des Verteidigungsministeriums in London. Dazu veröffentlichte das Ministerium ein Satellitenbild.Die Stationierung stehe wahrscheinlich in Zusammenhang mit russischen Hyperschallraketen AS-24 Killjoy („Spielverderber“). Diese Raketen sind nach Einschätzung der Nato mit herkömmlicher Flug- oder Raketenabwehr kaum abzufangen – daher der Spitzname. Moskau habe solche Raketen bereits seit 2018 im Einsatz, so die Briten. Bislang seien aber keine in Belarus stationiert gewesen. Angesichts einer Reichweite von rund 2.000 Kilometern bringe dies im Ukraine-Krieg wohl auch keinen strategischen Vorteil, sondern solle eher ein Signal an den Westen senden.Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seit Beginn des russischen Angriffskriegs Ende Februar unter Berufung auf Geheimdienstinformationen täglich Informationen zum Kriegsverlauf. Damit will London der russischen Darstellung des Geschehens entgegentreten und Verbündete bei der Stange halten. Moskau spricht von einer Desinformationskampagne.Klitschko: Wasserversorgung in Kiew läuft wieder8.24 Uhr: Nach dem russischen Raketenbeschuss auf die Ukraine ist die Wasserversorgung in der Hauptstadt Kiew nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko wieder hergestellt. Experten der kommunalen Dienstleister hätten auch die Stromversorgung wieder instandgesetzt, teilte Klitschko am Dienstag mit. Trotzdem komme es zu Ausfällen, weil das Defizit im Energiesystem nach den „barbarischen Angriffen des Aggressors“ vom Montag bedeutend sei.Am Montagabend hatte der Bürgermeister mitgeteilt, dass es an 40 Prozent der Verbrauchsstellen noch kein Wasser gegeben habe und rund 250.000 Wohnungen ohne Strom seien. Er hatte da bereits eine Besserung der Lage in Aussicht gestellt, kündigte aber auch Stromsparmaßnahmen an. Russland hatte die Ukraine am Montag massiv mit Raketen beschossen und dabei besonders Energieanlagen als Ziel im Visier.Die Angriffe galten auch als Antwort auf den Drohnen-Beschuss der russischen Schwarzmeerflotte auf ihrem Stützpunkt in Sewastopol auf der Halbinsel Krim am vergangenen Samstag. „Teils ist das so. Aber das ist auch nicht alles, was wir hätten tun können“, sagte der russische Präsident Wladimir Putin am Montagabend vor Journalisten auf die Frage, ob die Angriffe eine Vergeltung für den Drohnen-Beschuss der Kriegsschiffe gewesen sei.Vier Raketen treffen Mykolajiw8.09 Uhr: Die russischen Streitkräfte haben in der Nacht zu Dienstag die südukrainische Hafenstadt Mykolajiw angegriffen. Vier Raketen seien eingeschlagen, berichten Reuters-Reporter. Ein Wohngebäude wurde beschädigt. Aus den Trümmern zogen Rettungskräfte am Morgen die Leiche einer älteren Frau. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig prüfen. Streit um Getreideexporte – die Nacht im Überblick5.30 Uhr: Der Streit um die ukrainischen Getreideexporte über das Schwarze Meer dauert an. Russland hat seinen Ausstieg aus dem Getreideabkommen erklärt und will nicht hinnehmen, dass die anderen Beteiligten – Vereinte Nationen, Türkei und Ukraine – einfach weitermachen. Das russische Verteidigungsministerium verlangte am Montagabend von der Ukraine zusätzliche Zusagen, den Seekorridor nicht militärisch zu nutzen. Hier lesen Sie den Überblick über die Geschehnisse in der Nacht.Deutsche Bahn beklagt langsame Abfertigung bei Getreideexporten an EU-Grenze0 Uhr: Die Deutsche Bahn beklagt, dass sie ihre Kapazitäten für den Export ukrainischen Getreides wegen der EU-Grenzbürokratie nicht voll ausschöpfen kann. „Wir könnten noch mehr fahren, wenn die Grenzabfertigung an der EU-Außengrenze schneller ginge“, sagte ein Unternehmenssprecher dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.Speziell müssten an den EU-Außengrenzen die Infrastruktur und die Grenzprozesse ausgebaut und beschleunigt werden, sagte der Bahnsprecher. „Unserer Ansicht nach würde eine zentrale Koordination – strategisch und operativ – größere Frachtmengen auf der Schiene erlauben.“ Die Nachfrage nach Transportkapazitäten sei sehr hoch, so der Sprecher weiter. „Wir fahren, so viel wir können.“ Montag, 31. OktoberIAEA beginnt mit Prüfung von Vorwürfen zu „schmutziger Bombe“23.32 Uhr: Die IAEA hat auf Bitte der Regierung in Kiew mit der Untersuchung des russischen Vorwurfs zum geplanten Bau einer „schmutzigen Bombe“ durch die Ukraine begonnen. Die UN-Atomenergiebehörde habe hierzu Inspektoren in zwei ukrainische Nuklearanlagen geschickt, in denen Russland zufolge an Sprengsätzen gearbeitet wird, die mit radioaktivem Material versetzt sind, teilt IAEA-Chef Rafael Grossi mit. Beide Objekte waren bereits vor über einem Monat überprüft worden. Grossi wolle noch im Wochenverlauf seine ersten Ergebnisse mitteilen.Putin: Attacke auf Infrastruktur ist Reaktion auf Flottenangriff23.30 Uhr: Die russischen Attacken auf die ukrainische Infrastruktur sind nach Worten von Präsident Wladimir Putin teilweise eine Antwort auf die Drohnenangriffe auf die russische Schwarzmeerflotte. Die russischen Angriffe vom Montag seien nicht alles, was Russland noch machen könne, sagt Putin. Nach russischen Angaben wurden am Samstag Schiffe der Schwarzmeerflotte in Sewastopol auf der Krim mithilfe von Drohnen angegriffen. Russland macht die Ukraine dafür verantwortlich.UN: Getreidefrachter nicht in Schwarzmeer-Angriff verwickelt23 Uhr: Das UN-Büro für humanitäre Hilfe (Ocha) hat die russischen Vorwürfe zurückgewiesen, wonach ein mit ukrainischem Getreide beladenes ziviles Frachtschiff in einen Drohnenangriff auf Russland verwickelt gewesen sein könnte. Zum Zeitpunkt des Angriffs hätten sich keine derartigen Schiffe in der „Sicherheitszone“ des Getreidekorridors im Schwarzen Meer befunden, teilte Ocha-Chef Martin Griffiths am Montag dem Sicherheitsrat in New York mit. Der Korridor sei „nur eine Linie auf einer Karte“, er biete „weder Deckung noch Schutz für offensive oder defensive militärische Aktionen“, betonte Griffiths.Scholz: Russischer Vorwurf von „schmutziger Bombe“ ist haltlos22.15 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat die von Russland erhobenen Anschuldigungen, wonach die Ukraine den Einsatz einer „schmutzige Bombe“ vorbereiten soll, „entschieden als haltlos“ bezeichnet. Das teilte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Montagabend in Berlin nach einem Telefonat von Scholz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit. „Der Bundeskanzler war sich mit dem ukrainischen Präsidenten einig, dass die von ukrainischer Seite initiierten unabhängigen Untersuchungen der Internationalen Atomenergieagentur hieran jeden Zweifel beseitigen würden“, erklärte Hebestreit.Russland hatte behauptet, Kiew plane zur Diskreditierung Moskaus eine radioaktive Bombe zu zünden. Die westlichen Atommächte und die Ukraine wiesen die Behauptung zurück. Eine solche „schmutzige Bombe“ würde aus radioaktivem Material bestehen, das mit konventionellem Sprengstoff freigesetzt wird.Scholz erklärte laut Hebestreit in dem Telefonat mit Selenskyj, dass Deutschland nicht nachlassen werde, die Ukraine politisch, finanziell und humanitär sowie in der Verteidigung ihrer Souveränität und territorialen Integrität konkret zu unterstützen, „einschließlich bei Waffenlieferungen“. Der Bundeskanzler habe den „anhaltenden gezielten Beschuss“ ziviler Infrastruktur in der Ukraine durch die russischen Streitkräfte verurteilt. Zudem hätten Scholz und Selenskyj dazu aufgerufen, die Durchführung und Verlängerung des Getreideabkommens unter der Ägide der Vereinten Nationen nicht zu gefährden, um die globale Ernährungssituation nicht weiter zu belasten.Putin: Haben Getreideabkommen nur ausgesetzt22.03 Uhr: Russland beendet nach Worten von Präsident Wladimir Putin nicht das Getreideabkommen. Moskau setze dieses nur aus, sagt der russische Staatschef bei einer Pressekonferenz. Russland hatte das von den UN und der Türkei vermittelte Abkommen am Samstag gestoppt, das ukrainische Getreideausfuhren über das Schwarze Meer ermöglicht. Begründet wurde dies mit einem Drohnenangriff auf Schiffe der russischen Schwarzmeer-Flotte.Selenskyj: Werden Getreide-Export fortsetzen18.30 Uhr: Die Ukraine will den Getreide-Export über das Schwarze Meer trotz der russischen Aussetzung des Abkommens fortsetzen. Sein Land werde fortfahren wie mit den Vereinten Nationen (UN) und der Türkei vereinbart, kündigt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj an. Er äußerte sich nach Gesprächen mit dem tschechischen Ministerpräsidenten Petr Fiala.Großbritannien warnt Kreml vor Atomwaffeneinsatz17.50 Uhr: Großbritannien hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin für den Fall eines Einsatzes von Atomwaffen in der Ukraine vor schwerwiegenden Konsequenzen gewarnt. Ein solcher Schritt würde die Art des Konflikts verändern, sagt Außenminister James Cleverly vor Abgeordneten in London. „Kein anderes Land spricht über den Einsatz von Atomwaffen. Kein Land bedroht Russland oder Präsident Putin“, erklärte der Minister. „Er sollte sich darüber im Klaren sein, dass für Großbritannien und unsere Verbündeten jeder Einsatz von Atomwaffen den Charakter des Konflikts verändern würde. Das hätte schwerwiegende Konsequenzen für Russland.“ Zudem forderte Cleverly Russland auf, die Getreideexporte aus der Ukraine über das Schwarze Meer nicht zu behindern. Die „zunehmend verzweifelten Äußerungen“ der russischen Führung dienten dazu, von den stockenden Kriegsanstrengungen abzulenken.Russisches Verteidigungsministerium: Mobilmachung abgeschlossen15.52 Uhr: Russland hat die von Präsident Wladimir Putin im September angeordnete Teilmobilmachung nach Angaben des Verteidigungsministeriums abgeschlossen. „Alle Aktivitäten im Zusammenhang mit der Einberufung […] von Bürgern in die Reserve wurden eingestellt“, so das Ministerium. Mit der Teilmobilmachung sollten 300.000 Reservisten eingezogen werden.Russisches Raketenteil trifft Dorf in Republik Moldau13.28 Uhr: Bei dem schweren Luftangriff auf die Ukraine am Montag sind Teile einer abgeschossenen russischen Rakete in ein grenznahes Dorf im Norden der Republik Moldau gestürzt. Das teilte das Innenministerium in der Hauptstadt Chisinau mit.In einigen Häusern des Ortes Naslavcea seien Fenster geborsten, Verletzte gebe es nach ersten Erkenntnissen nicht. Nach ukrainischen Militärangaben sollte die russische Rakete das etwa zehn Kilometer entfernte Wasserkraftwerk am Fluss Dnister bei Nowodnistrowsk treffen. Die ukrainische Luftabwehr habe die Rakete im Anflug abgeschossen.Das Verteidigungsministerium der Moldau bestätigte, dass die russische Rakete nicht den moldauischen Luftraum verletzt habe. Bei einem ähnlich großangelegten Luftangriff am 10. Oktober waren drei russische Raketen durch den Luftraum der nicht am Krieg beteiligten Republik Moldau geflogen.Kreml: Getreideexporte ohne russische Mitwirkung „viel riskanter“12.49 Uhr: Der Kreml nennt die ukrainischen Getreideexporte über das Schwarze Meer ohne russische Mitwirkung riskant. Wenn Russland sage, es könne die sichere Schifffahrt in diesem Seegebiet nicht garantieren, sei die internationale Vereinbarung über die Ausfuhren „nicht so leicht umzusetzen“. Das sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag in Moskau nach Angaben russischer Agenturen. Die Getreideinitiative nehme dann „einen anderen Charakter an, viel riskanter, gefährlicher und ohne Garantie.“Russland hatte am Samstag die Vereinbarung über ukrainische Getreideexporte ausgesetzt, die im Juli von den Vereinten Nationen und der Türkei vermittelt worden war. Die UN, Ankara und Kiew einigten sich am Sonntag aber darauf, die Transporte auch ohne die Zusicherung freien Geleits durch Russland fortzusetzen. Die russischen Vertreter im gemeinsamen Koordinationszentrum in Istanbul seien darüber informiert worden. Schiffstracker zeigten am Montagmittag einen ganzen Konvoi von Frachtschiffen, die aus ukrainischen Häfen Richtung Bosporus unterwegs waren.Peskow sagte, Moskau sei bereit, die Empfängerländer zu entschädigen, die durch den russischen Ausstieg aus dem Abkommen weniger Getreide bekommen. Wie dies praktisch aussehen werde, sei aber eine schwierige Frage.Getreideabkommen: Türkischer Außenminister spricht mit Schoigu12.48 Uhr: Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar will am Abend mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Schoigu wegen der Aussetzung des Getreideabkommens telefonieren. Die Getreideexporte aus der Ukraine müssten fortgesetzt werden, sagte Akar am Montag laut Angaben seines Ministeriums. Er sei auch mit dem ukrainischen Verteidigungsminister Olexij Resnikow in Kontakt. „Die Aussetzung dieser Initiative wird niemandem etwas nutzen“, betreffe aber die ganze Menschheit, so Akar.Kiew nach Raketeneinschlag größtenteils ohne Wasserversorgung11.58 Uhr: Durch einen russischen Raketentreffer sind am Montag in der ukrainischen Hauptstadt große Teile der Wasserversorgung ausgefallen. Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete in einer Mitteilung auf Telegram davon, dass 80 Prozent der Verbrauchsstellen betroffen seien. Fachleute bemühten sich, den Schaden möglichst schnell zu beheben. Klitschko stellte in Aussicht, dass in den Stadtteilen östlich des Flusses Dnipro am frühen Nachmittag wieder Wasser fließen werde. Am westlichen Ufer mit dem Zentrum der Millionenstadt werde dies erst in einigen Teilen möglich sein.Die Angriffe mit mehr als 50 Marschflugkörpern und Raketen hatten nach ukrainischen Angaben auf sieben Gebiete gezielt, darunter Charkiw, Saporischschja und Kirowohrad. 44 der Geschosse konnten demnach abgefangen werden. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben nicht.Klitschko riet der Bevölkerung in Kiew, sich notfalls an öffentlichen Zapfsäulen mit Trinkwasser einzudecken. Die Stadtverwaltung veröffentlichte eine Karte dieser Brunnen. Der Ausfall der Wassersysteme hing den Angaben zufolge mit Schäden an der Stromversorgung zusammen. Klitschko schrieb, 350.000 Haushalte seien auch ohne Strom. Für das Gebiet um die Hauptstadt teilte Gouverneur Oleksij Kuleba mit, die Bevölkerung solle sich für lange Stromausfälle wappnen.London: Moskau schickt Reservisten schlecht ausgerüstet an Front10.04 Uhr: Russland schickt Reservisten nach Einschätzung britischer Militärexperten oft nur mit schlechter Ausrüstung im Krieg gegen die Ukraine an die Front. „Im September zeigten sich russische Offiziere besorgt darüber, dass einige frisch mobilisierte Reservisten ohne Waffen in der Ukraine eintrafen“, hieß es in einem Bericht, den das Verteidigungsministerium in London am Montag veröffentlichte. Demnach legen Fotos auch nahe, dass Reservisten mit veralteten Waffen ausgestattet wurden, die wegen schlechter Lagerung kaum noch zu benutzen sein dürften.Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine Ende Februar unter Berufung auf Geheimdienstinformationen täglich Informationen zum Kriegsverlauf. Damit will London sowohl der russischen Darstellung entgegentreten als auch Verbündete bei der Stange halten. Moskau spricht von einer Desinformationskampagne.Zwölf Schiffe aus Schwarzmeerhäfen ausgelaufen9.20 Uhr: Trotz des von Russland ausgesetzten Getreidelieferabkommens haben am Montag nach ukrainischen Angaben zwölf Schiffe von Häfen des Landes abgelegt. Das teilt das Infrastrukturministerium in Kiew mit. Die Regierung in Moskau hatte am Wochenende überraschend das von den Vereinten Nationen und der Türkei vermittelte Abkommen auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Die Vereinbarung soll ukrainische Getreideausfuhren über das Schwarze Meer trotz des tobenden Krieges ermöglichen.Raketen treffen Charkiw – Explosionen auch in Kiew7.38 Uhr: Russland hat am Montag zu Beginn der neuen Woche wieder zahlreiche Städte in der Ukraine mit Raketen beschossen. In weiten Teilen des Landes gab es Luftalarm, die ukrainische Flugabwehr war aktiv, wie die dortigen Behörden mitteilten. Auch in der Hauptstadt Kiew, in Charkiw und Saporischschja waren demnach Explosionen zu hören.Die Behörden riefen die Menschen dazu auf, sich in Schutzbunkern und anderen Räumen in Sicherheit zu bringen. Teils gab es Berichte über Stromausfälle. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig prüfen. Der ehemalige ukrainische Botschafter Andrij Melnyk teilte ein Video auf Twitter, auf dem Raketen zu sehen waren.Ersten offiziellen Angaben zufolge starteten die russischen Truppen – wie an den vergangenen Montagen – wieder Dutzende Raketenangriffe im morgendlichen Berufsverkehr. Dabei gab es immer wieder Tote und Verletzte. Über neue Opfer war am Morgen zunächst nichts bekannt. Russland hatte erklärt, besonders die Energieinfrastruktur des Nachbarlandes ins Visier zu nehmen. Die Ukraine spricht von „Energieterror“ mit dem Ziel, die Menschen in Dunkelheit, Kälte und Angst zu stürzen und so in die Flucht in die EU zu treiben.Russland setze seine Angriffe gegen die zivile Infrastruktur fort, teilte der Chef des ukrainischen Präsidialamtes, Andrij Jermak, in seinem Blog im Nachrichtenkanal Telegram mit. „Wir werden durchhalten. Und diese Schande wird ganze Generationen von Russen teuer zu stehen kommen“, kündigte er an. Zugleich forderte er vom Westen mehr Waffen und neue Sanktionen gegen Russland.Das Wichtigste der Nacht5.30 Uhr: Die Vereinten Nationen haben mit der Türkei und der Ukraine einen Plan erarbeitet, um weiter Getreideschiffe fahren zu lassen. Russland ist informiert worden, heißt es. Heute sollen zwölf Schiffe losfahren. Präsident Selenskyj hat die militärische Lage mit den Spitzen der Streitkräfte besprochen. Lesen Sie hier unsere Zusammenfassung der Nacht.Selenskyj berät sich mit seinen Militärs2.30 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mit der Spitze der Streitkräfte und der anderen Sicherheitsorgane erneut über den Fortgang des Abwehrkampfes gegen Russland beraten. Dabei sei es auch um die möglichen Pläne des Feindes für die kommende Zeit gegangen, sagte der Staatschef am Sonntag in seiner abendlichen Videoansprache. Einzelheiten nannte er nicht. Allerdings sind auf solche Sitzungen des Oberkommandos schon mehrfach Offensiven der ukrainischen Streitkräfte gefolgt.“Wir arbeiten täglich, um die Wiederherstellung der territorialen Unversehrtheit unseres Staates zu beschleunigen“, sagte er.Es habe in der Ukraine am Sonntag keine Stromausfälle gegeben, sagte Selenskyj. Trotzdem sei Strom knapp. Weiterhin gebe es gezielte Abschaltungen, um das Netz zu stabilisieren. Angesichts fehlender Straßenbeleuchtung rief der Präsident alle Verkehrsteilnehmer zu besonderer Vorsicht bei Dunkelheit auf. Russland hat mit Luftangriffen die ukrainische Energieversorgung schwer beschädigt.UN-Plan: Zwölf Schiffe sollen am Montag Richtung Istanbul aufbrechen1.20 Uhr: Trotz der russischen Aussetzung des Abkommens zum Export von Getreide aus der Ukraine sollen am Montag weiter Schiffe über den Korridor im Schwarzen Meer ausfahren. Die Delegationen der Vereinten Nationen, der Türkei und der Ukraine hätten sich auf einen entsprechenden Plan geeinigt, hieß es in einer Mitteilung des Koordinierungszentrums in Istanbul in der Nacht zum Montag.Am Montag sollen demnach zwölf Schiffe durch den festgelegten humanitären Korridor in Richtung Istanbul aufbrechen, vier in entgegengesetzte Richtung. Die russische Delegation sei darüber informiert worden. Am Sonntag seien sechs beladene Schiffe in Richtung des Korridors aufgebrochen. Im Korridor selbst habe es am Sonntag aber keine Schiffsbewegungen gegeben.Derzeit würden sich 21 an der Initiative beteiligte und mit etwa 700.000 Tonnen Getreide beladene Frachter in oder in der Nähe der drei ukrainischen Häfen befinden, hieß es. Darunter sei auch ein mit 30.000 Tonnen Weizen beladenes Schiff für Nothilfe am Horn von Afrika im Rahmen des Welternährungsprogramms.Die Kontrollen ausfahrender Schiffe am Bosporus wurden am Sonntag fortgesetzt, der Mitteilung zufolge wurden an diesem Tag Inspektionen von elf beladenen Schiffen abgeschlossen. Insgesamt seien derzeit 112 Schiffe zur Inspektion in Istanbul registriert, 97 davon beladen.SPD-Politiker: Getreide auf dem Landweg exportieren1 Uhr: Nach der russischen Aussetzung der Vereinbarung zu ukrainischen Getreidetransporten auf dem Schwarzen Meer hat der SPD-Außenpolitiker Nils Schmid gefordert, die Ausfuhr auf dem Landweg zu stärken. „Wir müssen noch sehr viel stärker die Landwege ertüchtigen, um die Ausfuhr von Getreide zu ermöglichen“, sagte der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montag).“Da der Seeweg offensichtlich sehr unsicher ist und das Abkommen über den Getreideexport instabil ist, müssen wir vor allem die Eisenbahnlinien entsprechend umrüsten.“ Schon jetzt sei etwa die Hälfte der Getreideexporte aus der Ukraine auf dem Landweg herausgebracht worden, argumentierte Schmid.So können Sie für die Ukraine spendenAngesichts der Nachrichten aus der Ukraine fühlen sich viele Menschen hierzulande machtlos. Wenigstens mit einer Spende möchten sie helfen. Hier finden Sie eine Auswahl an Hilfsorganisationen.Ältere Nachrichten lesen Sie im vorherigen Newsblog.
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