Radfahrerin hirntot: Anwohner trauern und kritisieren Klimaaktivisten in Berlin

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Eine Radfahrerin ist nach einem Unfall hirntot – eine Klimablockade soll ihre Rettung verzögert haben. Haben die Berliner dennoch Verständnis für die Aktion?Die Bundesallee an der Ecke Hohenzollerndamm: Autos jagen über den Verkehrsknotenpunkt, an dem am Montag eine Radfahrerin in einem Unfall mit einem Betonmischer verunglückt war. Ein Mann nähert sich dem Unfallort. Er stellt ein Teelicht in einem transparenten Plastikbecher ab und hält einen Moment inne.Die meisten Verkehrsteilnehmer verhalten sich in der Hektik aufmerksam, Fußgänger wissen die Straße flink zu queren, denn meist wechseln die Ampeln bereits auf der Hälfte der Strecke wieder ihre Farbe. Ein Radfahrer lässt sich davon nicht beeindrucken: Noch bei Rot tritt er in die Pedale und schiebt sich gekonnt an einem Transporter vorbei, hinein in den Berliner Feierabendverkehr.Erst wer innehält und die chaotische Szenerie aufmerksam beobachtet, bemerkt, dass etwas an diesem hektischen Herbstabend anders ist: Manch ein Berliner hält vor dem Bereich einer Investmentbank inne. Mehrere Fahrradfahrer bleiben stehen, diskutieren aufgeregt. Immer wieder zeigen sie auf einen Bereich auf der Fahrbahn und mehrere Ampeln.“Ein Menschenleben wurde wegen dieser unnötigen Staus beendet“Nachdem Ärzte am Donnerstagnachmittag den Hirntod der Radfahrerin festgestellt haben, war Paul E. der erste Trauernde am Unglücksort. E. nutzte seinen Weg ins Fitnessstudio. „Als ich am Nachmittag vom Schicksal der Frau hörte, habe ich zwei Dinge empfunden: Trauer und Wut“, sagt er t-online.Ob E. Verständnis für den Klimaprotest hat? „Nein“, antwortet er. „Diese Diskussion, dass Krankenwagen durch die Klimablockaden behindert werden könnten, gibt es doch schon länger. Jetzt ist es passiert und ein Menschenleben wurde wegen dieser unnötigen Staus beendet“, sagt er.Ein spezielles Bergungsfahrzeug hatte die verunfallte Frau bergen sollen – das steckte jedoch in einem Stau fest, der sich in der Folge einer Blockade auf der Berliner Stadtautobahn A100 durch Klimaaktivisten gebildet hatte. Die Retter mussten an der Unfallstelle improvisieren. Mittlerweile ermittelt die Polizei gegen zwei Klimaaktivisten wegen unterlassener Hilfeleistung beziehungsweise der Behinderung helfender Personen.“Durch solche Aktionen bekommen die Klimaaktivisten keine breite Unterstützung mehr“, sagt E. Sie müssten die Menschen mit ihrem Protest mitnehmen. Das täten die Aktivisten allerdings längst nicht mehr. „Die machen im Grunde alles falsch!“, sagt E., der sich selbst als umweltbewusster Mensch bezeichnet.Verfehlen die Aktivisten das Ziel ihres Protests?Auch Andreas Bissendorf glaubt, dass die Klimablockaden den Protest nicht in die richtige Richtung führen. Bissendorf ist in einem der anliegenden Unternehmen am Unfallort beschäftigt. „Solche schrecklichen Ereignisse sind Konsequenzen, die produziert werden. Damit muss man rechnen, wenn man einen Stau produziert“, sagt er t-online.Doch auf der anderen Seite müsse man auch andere Situationen hinzuziehen: „Wenn der US-Präsident mal wieder nach Berlin kommt, werden auch Straßen gesperrt und wir haben ähnliche Behinderungen“, sagt er. Auch dann könnte es zu vergleichbaren Vorfällen kommen, wo aber kein Zusammenhang hergestellt werden würde.Bissendorf glaubt, dass die Klimaaktivisten einen entscheidenden Fehler machten: „Die Menschen empfinden den Kampf für das Klima durch die Form dieser Proteste mit etwas Negativem. Das verfehlt das Ziel und bringt die Aktivisten und die Sache, für die sie sich einsetzen, in Misskredit.““Im Grunde haben wir jeden Tag Stau auf der Stadtautobahn“Der normale Bürger im Stau würde sich ärgern, obwohl er vielleicht eigentlich doch für die Sache ist, die die Klimaaktivisten vertreten. „Damit bringe ich dann diese Aktivitäten leider eher in eine blöde Ecke“, sagt Bissendorf.Auch Andrea Herzog hat von dem Unglück gehört. Die Berlinerin kennt den Verkehrsknotenpunkt an der Bundesallee. Sie sieht keinen direkten kausalen Zusammenhang zwischen dem tragischen Unfall und dem Klimaprotest: „Im Grunde haben wir jeden Tag Stau auf der Stadtautobahn. Und der Verkehr hier an dieser Ecke ist immer schrecklich“, sagt sie. „Anstatt dass man jetzt weiter versuchen sollte, den Klimaprotest schlecht darstellen zu lassen, sollte man dringend auch etwas an der Sicherheit unserer Rad- und Verkehrswege tun“. Während sie das sagt, sieht man erneut einen Radfahrer knapp an einem Kleinwagen vorbei bei Rot über die Straße ziehen.Man hat es eilig an diesem Herbsttag in Berlin.
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